Open Warfare

SilentWarfare

Den Feind endlich besiegen. Das ist mein größter Wunsch. Der Kampf dauert schon viel zu lange und immer wieder: Niederlagen und Verluste.
Oft wirkt es als hätten wir schon längst aufgegeben, als würden wir nur noch auf das Geschehen des sowieso Unausweichlichen warten.
Doch dann ist sie wieder da, die Idee – Sie schafft Tatendrang und richtet meinen Blick nach vorne. Wenn es Zeit und Ort erlauben, kann man so voran kommen, Barrieren überschreiten.
Doch viel zu selten hält die Flamme der Idee so lange an um wirklich etwas zu erreichen. Eine erhöhte Stelle etwa, oder eine Deckung.
„Weiter kriechen!“ sagt man sich. Durch den Matsch und Dreck den man im Kampf zuvor selbst aufgeworfen. Und dann: Langeweile. Ich sitze im Graben -um mich Stille- und lenke mich mit bunten Bildchen ab; stelle mir vor, was ich nach dem Krieg anfangen könnte. Ideenwelten entstehen und locken mich.
Ich will, dass es vorbei ist. Ich will, dass wir gewinnen (oder verlieren?). Aber der Kampf dauert schon viel zu lange um schnell zu Ende zu sein. Es ist zermürbend und immer wieder die selbe entmutigende Prozedur. Mittlerweile sitzen die Muster tief in mir. Ich muss nur noch reagieren, nicht denken, einfach funktionieren und sei es um den Feind fünf Minuten hinzuhalten. Schäußlich.
Er ist nur allein, doch trotzdem lauern überall seine Verbündeten und auf dem Felde liegen seine Fallen.

Da! Jetzt! Die neue Idee! Ich stürme an die Front!
Stirb endlich Schweinehund! Stirb!

Wiedersehen mit dem Würfel / Unendlichkeit

Gespräche mit Gott – Szene/Episode 1

Stimme aus den Würfel: „Sei gegrüßt! Wie geht’s dir, wir haben uns lange nicht gesehen.“

Gott: „Guten Morgen. Es ist wahr, wir haben uns eine kleine Ewigkeit nicht gesehen.“

Stimme aus den Würfel: „Eine kleine Ewigkeit? Für mich gibt es nur eine Ewigkeit. Diese kann doch nicht klein oder groß sein, denn das Wesen, dass ihr innewohnt ist doch unendlich.“

Gott: „Richtig und zugleich Falsch. Es ist das Wesen der Ewigkeit unendlich zu sein, dies ist wahr. Doch lässt sich eine Ewigkeit teilen, ein jeder Teil davon so groß wie die Ewigkeit selbst. Diese Teile sind der Ewigkeit gleich aus der sie stammen.“

Stimme aus den Würfel: „Man kann also sagen, das Unendliche sei unendlich bis in seine kleinsten Teile hinein, die dennoch genau so groß sind wie die Unendlichkeit selbst. Ein Ding dessen Sinn es selbst ist.“

Gott: „So ist es mit allen Dingen.“

Stimme aus den Würfel: „Ich bin nicht unendlich, irgendwann werden wir nicht mehr miteinander sprechen können, weil ich nicht mehr bin. Meine Zeit ist begrenzt. Wieso zeigst du mir Dinge die aus sich selbst heraus sind und immer sein werden, so lange bis ich längst vergessen bin?“

Gott: „Du, wie alle Dinge, bist unendlich. Deine Zeit als das was du bist ist begrenzt, doch deine Existenz wir niemals aufhören.“

Stimme aus den Würfel: „Wie kann ich unendlich sein, wenn ich weis nur eine Begrenzte Zeit hier zu haben? Oder gibt es eine Seele?“

Gott: „Das ist eine andere Sache, wir werden sie an einem anderen Ort zu einer anderen erörtern. Denn die Seele ist nicht wahr und dennoch real.
Du bist unendlich in dem du einfach bist, jede Unendlichkeit in dir wird bis zum Ende der Zeit das sein was sie ist. Du mögest getrennt werden und du warst getrennt. Ebenso waren alle Teile deiner selbst schon bevor du warst und sie waren etwas was du nicht mehr bist und so wird es fortwährend weiter sein.“

Stimme aus den Würfel: „Ich bin also die Summe meiner Teile und meine Teilsumme wird nach mir Summand einer anderen. Das würde bedeuten, irgendwann wäre ich wieder ich, wenn alle Teile wieder vereint sind – durch das kommutative Gesetz und zeitlich durch das assoziative Gesetz.“

Gott: „Wahrlich ich sage dir du wirst niemals wieder sein der du warst, denn nie werden deine Summanden wieder so in der Gleichung belegt wie sie es zu deinem Anfang waren. Dennoch erkennst du die Möglichkeit die dir die Unendlichkeiten verleihen und mit jeder Sekunde die verstreicht eröffnen sich dir in allen Unendlichkeiten ebenso viele neue.“

Stimme aus den Würfel: „Aber ich kann sie nicht nutzten. Ich werde es niemals können.“

Gott: „In der Tat, du wirst es nie, aber vielleicht ein anderes du, dort draußen im Schaum des Meeresrauschens und dennoch triffst du immer alle deiner Möglichkeiten.“

Stimme aus den Würfel: „Kann ich es nicht versuchen? Du gabst es uns, damit wir uns daran versuchen, oder irren wir auch hier wie so oft?“

Gott: „Ich gab, nicht um zu versuchen. Ich gab für das Leben, ich gab für die Schönheit, ich gab für die Liebe, ich gab für alles was ihr daraus schaffen könnt.“

Engel in der Mitte der Windrose (eine Fackel tragend):

„Das Universum ist perfekt.
Du kannst es nicht verbessern.
Wenn du versuchst es zu ändern,
Wirst du es vernichten.
Wenn du versucht es zu halten,
Wirst du es verlieren.“

Metatron: „Schweig!“

Stimme aus den Würfel: „Du gabst. Wirst du zurückfordern was dein war?“

Gott: „Niemals. Es ist ein Geschenk, ein neuer Weg.“

Stimme aus dem Würfel: „Wahrhaft großzügig. Wie kann man ein solches Geschenk nicht annehmen?“

Gott: „Es ist kein Geschenk im Sinne des Schenkens. Was dort besteht das fortbesteht. Sie können verweigern und ignorieren, sogar ihre Existenz leugnen. Dennoch: Sie sind, sie werden, sind im Kommen und Gehen Teil ihres eigenen Geschenks.“

Stimme aus den Würfel: „Unendlichkeit!“

Gott: „Dies ist Wahr.“

Stimme aus dem Würfel: „Du gibst nur was du bist und was alles sein sollte.“

Gott: „Wie könnte ich mehr geben? Wenn ich mehr wäre so wäre ich unendlich mehr und dennoch mit jedem neuen Geschenk das ich mache werde ich unendlich mehr.“

Stimme aus den Würfel: „Du gibt nicht ohne Hintergedanken. Ich bin überrascht.“

Gott: „Doch die Gedanken sind rein. Ich gebe um zu sein. Mir wurde gegeben, damit ich bin, ich gebe damit etwas sein kann.“

Stimme aus den Würfel: „Dir wurde gegeben? Wer? Hier ist niemand sonst der geben kann!“

Gott: „So wie ich dir sagte, dass die Unendlichkeit Teil einer anderen ist, so bin auch ich. Ich kenne den Geber nicht und werde ihn niemals kennen, niemals wissen ob der Geber wahr ist, wie auch niemand dem ich das Geschenk mache erkennen kann, das ich es war der schenkte. Der Geber ist genau so wie ich und doch unendlich mehr. Sieh mich an!“

Stimme aus den Würfel: „Ich sehe dich nicht, ich konnte dich noch nie sehen.“

Gott: „In der Tat, dies ist Wahr für alles was ist. Denn alle Existenz ist Illusion und alle Illusion ist nur aufgeworfener Staub im Nichts.“

Stimme aus den Würfel: „Ich danke dir für diese Worte.“

Behutsam hob Metatron den Würfel auf, betrachtete seine Intarsien und legte ihn auf den angestammten Platz.


Projekte 2010 – 1

Um mal ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern möchte ich euch etwas davon erzählen wie es hier weitergeht und überhaupt, was ich so das nächste Jahr über mache:

Eigentlich hatte ich geplant für die Dinge die ich so schreibe einen eigenen Blog einzurichten, getrennt vom privaten. Allerdings hätte ich dann 3 Blogprojekte von denen mindestens eins zu kurz kommen würde. Außerdem ist es ja nicht so, als wäre das was ich schreibe nicht irgendwie ein Teil von mir.
Ich werde vielleicht das Layout etwas anpassen um dem Leser hier besser begreiflich zu machen, dass literarische Beiträge eine Zäsur zu den persönlichen darstellen (oder andersrum), aber da werde ich erst einmal beobachten wie es läuft. Zu lesen gibt’s alles was mir so aus der Feder läuft oder in en Tasten klackert. Szenen, Gedichte, Prosa usw., lasst euch überraschen. Für Fragen wegen der Interpretation stehe ich dann gerne bereit oder werde manchmal sogar selbst eine kurze Erklärung dazu schreiben.
Alles in allem also mehr Inhalt für hier.

Update: Hab mal einen ersten Vorgeschmack online gestellt. Sicherlich keine leichte Kost, aber ein Vorgeschmack.

Mit dem Schirmprojekt-Dings geht es auch eher schleppend voran. Das Layout und alles technische ist zwar fertig, allerdings komplizierte sich die Sache mit den zusätzlichen Autoren. Denn die sind mittlerweile in viele verschiedene Himmelsrichtungen zerstreut. Nicht das so etwas  schlecht fürs Projekt wäre, aber schlecht für die Kommunikation, da Australien nun eben mal eine ganz andere Zeitzone hat, zB.
Ich will nicht sagen es liegt auf Eis, denn dazu tut sich zu viel. Schnell voran geht es wie gesagt aber auch nicht.

Als letztes noch ein Ausblick darauf woran ich 2010 mit Webtechnologien arbeiten möchte. Vor kurzen faszinierte mich das Konzeptvideo zum Mag+. Eine Art eReader gedacht für Magazine. Das Layout und die Bedienung haben mich irgendwie fasziniert und ich wünschte es würde so etwas auch für Blogs geben. Da es das nicht gibt muss es wohl gemacht werden. Ich hoffe ich habe damit Erfolg, jedenfalls wird es mich länger auf Trab halten.