»Vergeh dich ruhig, vergeh dich an dir selbst und tu dir Gewalt an, meine Seele; doch später wirst du nicht mehr Zeit haben, dich zu achten und zu respektieren. Denn ein Leben nur, ein einziges, hat jeder. Es aber ist für dich fast abgelaufen, und du hast in ihm keine Rücksicht auf dich selbst genommen, sondern hast getan, als ginge es bei deinem Glück um die anderen Seelen … Diejenigen aber, die die Regungen der eigenen Seele nicht aufmerksam verfolgen, sind zwangsläufig unglücklich.«

-Marc Aurel

EHRFURCHT UND ABSCHEU VOR GOTTES WORT

Ich möchte nicht in einer Welt ohne Kathedralen leben. Ich brauche ihre Schönheit und Erhabenheit. Ich brauche sie gegen die Gewöhnlichkeit der Welt. Ich will zu leuchtenden Kirchenfenstern hinaufsehen und mich blenden lassen von den unirdischen Farben. Ich brauche ihren Glanz. Ich brauche ihn gegen die schmutzige Einheitsfarbe der Uniformen. Ich will mich einhüllen lassen von der herben Kühle der Kirchen. Ich brauche ihr gebieterisches Schweigen. Ich brauche es gegen das geistlose Gebrüll des Kasernenhofs und das geistreiche Geschwätz der Mitläufer. Ich will den rauschenden Klang der Orgel hören, diese Überschwemmung von überirdischen Tönen. Ich brauche ihn gegen die schrille Lächerlichkeit der Marschmusik. Ich liebe betende Menschen. Ich brauche ihren Anblick. Ich brauche ihn gegen das tückische Gift des Oberflächlichen und Gedankenlosen. Ich will die mächtigen Worte der Bibel lesen. Ich brauche die unwirkliche Kraft ihrer Poesie. Ich brauche sie gegen die Verwahrlosung der Sprache und die Diktatur der Parolen. Eine Welt ohne diese Dinge wäre eine Welt, in der ich nicht leben möchte.
Doch es gibt auch eine andere Welt, in der ich nicht leben will: die Welt, in der man den Körper und das selbständige Denken verteufelt und Dinge als Sünde brandmarkt, die zum Besten gehören, was wir erleben können. Die Welt, in der uns Liebe abverlangt wird gegenüber Tyrannen, Menschenschindern und Meuchelmördern, ob ihre brutalen Stiefelschritte mit betäubendem Echo durch die Gassen hallen oder ob sie mit katzenhafter Lautlosigkeit, als feige Schatten, durch die Strassen schleichen und ihren Opfern den blitzenden Stahl von hinten ins Herz bohren. Es gehört zum Absurdesten, was den Menschen von der Kanzel herab zugemutet worden ist, solchen Kreaturen zu verzeihen und sie sogar zu lieben. Selbst wenn jemand es wirklich vermöchte: Es bedeutete eine beispiellose Unwahrhaftigkeit und gnadenlose Selbstverleugnung, die mit vollständiger Verkrüppelung bezahlt würde. Dieses Gebot, dieses wahnwitzige, abartige Gebot der Liebe zu den Feinden, es ist dazu angetan, die Menschen zu brechen, ihnen allen Mut und alles Selbstvertrauen zu rauben und sie geschmeidig zu machen in den Händen der Tyrannen, damit sie nicht die Kraft finden mögen, gegen sie aufzustehen, wenn nötig mit Waffen.
Ich verehre Gottes Wort, denn ich liebe seine poetische Kraft. Ich verabscheue Gottes Wort, denn ich hasse seine Grausamkeit. Die Liebe, sie ist eine schwierige Liebe, denn sie muss unablässig trennen zwischen der Leuchtkraft der Worte und der wortgewaltigen Unterjochung durch einen selbstgefälligen Gott. Der Hass, er ist ein schwieriger Hass, denn wie kann man sich erlauben, Worte zu hassen, die zur Melodie des Lebens in diesem Teil der Erde gehören? Worte, an denen wir von früh auf gelernt haben, was Ehrfurcht ist? Worte, die uns wie Leuchtfeuer waren, als wir zu spüren begannen, dass das sichtbare Leben nicht das ganze Leben sein kann? Worte, ohne die wir nicht wären, was wir sind?
Aber vergessen wir nicht: Es sind Worte, die von Abraham verlangen, den eigenen Sohn zu schlachten wie ein Tier. Was machen wir mit unserer Wut, wenn wir das lesen? Was ist von einem solchen Gott zu halten? Einem Gott, der Hiob vorwirft, dass er mit ihm rechte, wo er doch nichts könne und nichts verstehe? Wer war es denn, der ihn so geschaffen hat? Und warum ist es weniger ungerecht, wenn Gott jemanden ohne Grund ins Unglück stürzt, als wenn ein gewöhnlich Sterblicher es tut? Hat Hiob nicht jeden Grund zu seiner Klage?
Die Poesie des göttlichen Worts, sie ist so überwältigend, dass sie alles zum Verstummen bringt und jeder Widerspruch zum jämmerlichen Kläffen wird. Deshalb kann man die Bibel nicht einfach weglegen, sondern muss sie wegwerfen, wenn man genug hat von ihren Zumutungen und der Knechtschaft, die sie über uns verhängt. Es spricht aus ihr ein lebensferner, freudloser Gott, der den gewaltigen Umfang eines menschlichen Lebens – den grossen Kreis, den es zu beschreiben vermag, wenn man ihm die Freiheit lässt- einengen will auf den einzigen, ausdehnungslosen Punkt des Gehorsams. Gramgebeugt und sündenbeladen, ausgedörrt von Unterwerfung und der Würdelosigkeit der Beichte, mit dem Aschenkreuz auf der Stirn sollen wir dem Grab entgegengehen, in der tausendfach widerlegten Hoffnung auf ein besseres Leben an Seiner Seite. Doch wie könnte es besser sein an der Seite von Einem, der uns vorher aller Freuden und Freiheiten beraubt hatte?
Und doch sind sie von betörender Schönheit, die Worte, die von Ihm kommen und zu Ihm gehen. Wie habe ich sie als Messdiener geliebt! Wie haben sie mich trunken gemacht im Schein der Altarkerzen! Wie klar, wie sonnenklar schien es, dass diese Worte das Mass aller Dinge waren! Wie unverständlich kam es mir vor, dass den Leuten auch andere Worte wichtig waren, wo doch ein jedes von ihnen nur verwerfliche Zerstreuung und Verlustdes Wesentlichen bedeuten konnte! Noch heute bleibe ich stehen, wenn ich einen gregorianischen Gesang höre, und einen unachtsamen Moment lang bin ich traurig, dass die frühere Trunkenheit unwiderruflich der Rebellion gewichen ist. Einer Rebellion, die wie eine Stichflamme in mir hochschoss, als ich das erste mal diese beiden Worte hörte: sacrificium intellectus.
Wie sollen wir glücklich sein ohne Neugierde, ohne Fragen, Zweifel und Argumente? Ohne Freude am Denken? Die beiden Worte, die wie ein Hieb mit dem Schwert sind, das uns enthauptet, sie bedeuten nichts weniger als die Forderung, unser Fühlen und Tun gegen unser Denken zu leben, sie sind die Aufforderung zu einer umfassenden Gespaltenheit, der Befehl, gerade das zu opfern, was der Kern eines jeden Glücks ist: die innere Einheit und Stimmigkeit unseres Lebens. Der Sklave auf der Galeere, er ist gekettet, aber er kann denken, was er will. Doch was Er, unser Gott, von uns verlangt, ist, dass wir unsere Versklavung eigenhändig in unsere tiefsten Tiefen hineintreiben und es auch noch freiwillig und mit Freuden tun. Kann es eine grössere Verhöhnung geben?
Der Herr, er ist in seiner Allgegenwart einer, der uns Tag und Nacht beobachtet, er führt in jeder Stunde, jeder Minute, jeder Sekunde Buch über unser Tun und Denken, nie lässt er uns in Ruhe, nie gönnt er uns einen Moment, wo wir ganz für uns sein könnten. Was ist ein Mensch ohne Geheimnisse? Ohne Gedanken und Wünsche, die nur er, er ganz allein, kennt? Die Folterknechte, diejenigen der Inquisition und die heutigen, sie wissen: Schneide ihm den Rückzug nach innen ab, lösche nie das Licht, lasse ihn nie allein, verwehre ihm Schlaf und Stille: Er wird reden. Dass die Folter uns die Seele stiehlt, das bedeutet: Sie zerstört die Einsamkeit mit uns selbst, die wir brauchen wie die Luft zum Atmen. Hat der Herr, unser Gott, nicht bedacht, dass er uns mit seiner ungezügelten Neugierde und abstossenden Schaulust die Seele stiehlt, eine Seele zudem, die unsterblich sein soll?
Wer möchte im Ernst unsterblich sein? Wer möchte bis in alle Ewigkeit leben? Wie langweilig und schal es sein müsste zu wissen: Es spielt keine Rolle, was heute passiert, in diesem Monat, diesem Jahr: Es kommen noch unendlich viele Tage, Monate, Jahre. Unendlich viele, buchstäblich. Würde, wenn es so wäre, noch irgend etwas zählen? Wir bräuchten nicht mehr mit der Zeit zu rechnen, könnten nichts verpassen, müssten uns nicht beeilen. Es wäre gleichgültig, ob wir etwas heute tun oder morgen, vollkommen gleichgültig. Millionenfache Versäumnisse würden vor der Ewigkeit zu einem Nichts, und es hätte keinen Sinn, etwas zu bedauern, denn es bliebe immer Zeit, es nachzuholen. Nicht einmal in den Tag hinein leben könnten wir, denn dieses Glück zehrt vom Bewusstsein der verrinnenden Zeit, der Müssiggänger ist ein Abenteurer im Angesicht des Todes, ein Kreuzritter wider das Diktat der Eile. Wenn immer und überall Zeit für alles und jedes ist: Wo sollte da noch Raum sein für die Freude an Zeitverschwendung?
Ein Gefühl ist nicht mehr dasselbe, wenn es zum zweiten mal kommt. Es verfärbt sich durch das Gewahren seiner Wiederkehr. Wir werden unserer Gefühle müde und überdrüssig, wenn sie zu oft kommen und zu lange dauern. In der unsterblichen Seele müsste ein gigantischer Überdruss anwachsen und eine schreiende Verzweiflung angesichts der Gewissheit, dass es nie enden wird, niemals. Gefühle wollen sich entwickeln, und wir mit ihnen. Sie sind, was sie sind, weil sie abstossen, was sie einst waren, und weil sie einer Zukunft entgegenströmen, wo sie sich von neuem von sich selbst entfernen werden. Wenn dieser Strom ins Unendliche flösse: Es müssten in uns tausendfach Empfindungen entstehen, die wir uns, gewohnt an eine überschaubare Zeit, überhaupt nicht vorstellen können. So dass wir gar nicht wissen, was uns versprochen wird, wenn wir vom ewigen Leben hören. Wie wäre es, in Ewigkeit wir zu sein, bar des Trostes, dereinst erlöst zu werden von der Nötigung, wir zu sein? Wir wissen es nicht, und es ist ein Segen, dass wir es nie wissen werden. Denn das eine wissen wir doch: Es wäre die Hölle, dieses Paradies der Unsterblichkeit.
Es ist der Tod, der dem Augenblick seine Schönheit gibt und seinen Schrecken. Nur durch den Tod ist die Zeit eine lebendige Zeit. Warum weiss das der HERR nicht, der allwissende Gott? Warum droht er uns mit einer Endlosigkeit, die unerträgliche Ödnis bedeuten müsste?
Ich möchte nicht in einer Welt ohne Kathedralen leben. Ich brauche den Glanz ihrer Fenster, ihre kühle Stille, ihr gebieterisches Schweigen. Ich brauche die Fluten der Orgel und die heilige
Andacht betender Menschen. Ich brauche die Heiligkeit von Worten, die Erhabenheit grosser Poesie. All das brauche ich. Doch nicht weniger brauche ich die Freiheit und die Feindschaft gegen alles Grausame. Denn das eine ist nichts ohne das andere. Und niemand möge mich zwingen zu wählen.

Amadeu de Prado
Rede bei der Abschlussfeier,
Nachtzug nach Lissabon“ v. Pascal Mercier.

Frei sein.

„Lass dich fallen.
Lerne Schlangen zu beobachten.
Pflanze unmögliche Gärten.
Lade jemand Gefährlichen zum Tee ein.
Mache kleine Zeichen, die „ja“ sagen und verteile sie überall in Deinem Haus.
Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.
Freue dich auf Träume.
Weine bei Kinofilmen,
schaukle so hoch du kannst,
mit Deiner Schaukel bei Mondlicht.
Pflege verschiedene Stimmungen,
verweigere „verantwortlich zu sein“,
tu es aus Liebe.
Glaube an Zauberei, lache eine Menge.
Bade im Mondenschein.
Träume wilde, phantasievolle Träume.
Zeichen auf die Wände.
Lies jeden Tag.
Stell die vor, du wärst verzaubert.
Kichere mit Kindern. Höre alten Leuten zu.
Spiele mit allem.
Unterhalte das Kind in Dir, Du bist unschuldig.
Baue eine Burg aus Decken, werde nass, umarme Bäume,
schreibe Liebesbriefe“

Joseph Beuys: How to be an Artist

Mad Girl’s Love Song

I shut my eyes and all the world drops dead;
I lift my lids and all is born again.
(I think I made you up inside my head.)

The stars go waltzing out in blue and red,
And arbitrary blackness gallops in:
I shut my eyes and all the world drops dead.

I dreamed that you bewitched me into bed
And sung me moon-struck, kissed me quite insane.
(I think I made you up inside my head.)

God topples from the sky, hell’s fires fade:
Exit seraphim and Satan’s men:
I shut my eyes and all the world drops dead.

I fancied you’d return the way you said,
But I grow old and I forget your name.
(I think I made you up inside my head.)

I should have loved a thunderbird instead;
At least when spring comes they roar back again.
I shut my eyes and all the world drops dead.
(I think I made you up inside my head.)

by Sylvia Plath

Impossible is just a big word thrown around by small men who find it easier to live in the world they’ve been given than to explore the power they have to change it. Impossible is not a fact. It’s a opinion. Impossible is not declaration. It’s a dare. Impossible is potential. Impossible is temporary. Impossible is nothing.

(via Jeriko)

What I’ve learned – 2009

Dieses Jahr war irgendwie anders, als die Jahre davor. Ja, klar, das ist wohl jedes, doch irgendwie habe ich dieses Jahr einige Dinge über mich selbst und andere gelernt, die mir in den 22 Jahren davor verschlossen blieben. Teils sind das kleine Dinge, die eigentlich nicht weiter zählen, teils aber auch große Dinge die mir nun am Herzen liegen.
Einige dieser Sachen möchte ich nun mit euch teilen:

Twittern schadet meiner Blogging-Frequenz und dennoch macht es viel Spaß und ermöglicht mir Kontakte zu wahnsinnig vielen interessanten Menschen (An dieser Stelle: Danke an all jene).

Bei den meisten Menschen dreht sich in Gedanken alles nur um Geld. Oft weil sie unheimliche Angst haben. Die Leute die keine Angst haben, reden nicht übers Geld sondern über wirklich wichtige Dinge. Geld ist sowieso fast komplett egal, wenn man etwas erreichen will, denn der Wille bereitet den Weg, nicht die bunten Scheine.

Es gibt Menschen, mit denen habe ich nur zu tun, weil ich mit ihnen verwand bin. Wäre das nicht so, würde ich ihre menschenverachtenden Ansichten auf das tiefste verabscheuen. Leider kann ich das der/den betreffenden Person/en niemals ins Gesicht sagen, da das nicht nur die betreffenden verletzen würde sondern auch einige andere.

Viele meiner Freunde bedeuten mir mehr als ich dachte. Weswegen mir auftauchendes isolatorisches Verhalten in meinem alten Freundeskreis sehr schade erscheint. Viele scheinen alte, oft alberne Konflikte noch nicht niedergelegt zu haben, obwohl wir eigentlich längst darüber stehen müssten.

Allein ist man stark, wenn der Wille stark genug ist, aber zusammen kann man Dinge bewegen die vorher festzementiert zu sein schienen.

Es wird immer Menschen geben die dich niemals in ihren oder deinem Leben verstehen können, egal wie gut und durchdacht du dich und das was du tust erklären kannst.

Wir Kerle müssen den ersten Schritt machen.

Es gibt im Leben Zufälle, die schicksalhaft erscheinen. Deshalb wird jeder Raphael an einen Asmodeus geraten.

Es wird sich nie wirklich lohnen etwas zu tun, hinter dem man nicht voll und ganz steht. Alles mit Zwang steht unter einem Druck der es am Ende Scheitern lässt. Nur unter Freiheit kann Weiterentwicklung und somit schließlich ein Fortschritt entstehen.

Ich habe ein wunderbares Leben und alles was ich brauche. Ich bin glücklich, viele, viele Tage des Jahres. Alles was jetzt noch kommen mag ist ein wundervoller Bonus.

Der Jugend wird immer der Makel des Fehlers anhaften, egal wie rein die Gedanken sind, wie logisch die Tat oder wie ethisch das Verhalten. Allein der Jugend willen wird für das Alter immer Tadel übrig haben, blind den eigenen Weg zurückzuverfolgen und ebenso blind für das Neue.

Es kümmern sich mehr Leute um mich als mir lieb ist, doch von ihnen hören mir die meisten nicht fünf Minuten ungestört zu um zu wissen, was ich eigentlich will.

Ich habe keinen Plan für das Leben und das ist auch gut so. Ich habe einige Ziele, die einen groben Weg abstecken, sie hindern mich aber niemals dabei abseits des Weges das versteckte, schöne und geheimnisvolle zu entdecken.
Das werden viele Menschen denen ich begegne niemals verstehen.

Angst zu haben ist weder schlimm, noch schadet es. Die Angst ist zwar kein Freund, aber auch kein Hindernis. Man überwindet sie oder scheitert daran se zu überwinden. Dafür sind die Siege oder Niederlagen gegen diesen Kampfgefährten einige der wichtigsten Lebenslektionen die man lernen kann.

Es gibt kein wirkliches Erwachsen-sein, sondern entweder nur bemitleidenswerte Menschen die das Leben unwahrscheinlich hart gemacht hat oder Menschen die aufs kotzen-komm-raus versuchen „erwachsen“ zu sein. Warum das auch nur eine Sekunde erstrebenswert sein soll verschließt sich mir bisher, und irgendwie bemitleide ich diese Menschen auch, denn ihnen ist das „Feuer“ verloren gegangen.

Technologie ist das einzige was uns von den anderen Lebewesen dieses Planeten unterscheidet. Schlussendlich wird es wohl auch die Technologie sein, die es uns ermöglicht selbständig zu definieren wer wir sind und was wir sein wollen. Vielleicht das zu werden was wir immer sein wollten: Etwas Besonderes, Außergewöhnliches, das über der biologischen Evolution steht.

Freunde sind in bestimmten Situationen wichtiger als Familie.
…wird evtl. fortgesetzt. Bis dahin: Ein frohes neues Jahr euch da draußen. Haltet die Faust oben!

Besondere Menschen

Es gibt Menschen, die haben dieses Besondere an sich. Dieses eine gewisse Etwas, das sie von allen unterscheidet. Ein Funken, nein, eine Flamme in ihren Augen. Eine Flamme du unablässig lodert, heiß und oft unglaublich blendend brennt.

Diese Menschen sind nicht immer angenehm, ihr Wesen regt auf und tief im Inneren stoßen sie bei dir Denkprozesse an, die vorher nicht da waren. Unangenehme Gedanken denen man sich aber stellen muss.

Dennoch, diese Menschen inspirieren, sie wirbeln durch dein Leben und machen alles frisch, neu und ungewohnt. Die Dinge die sie dir zeigen erscheinen, als ob sie von irgendwo her beleuchtet würden, egal wie klein sie sind.

Sie strahlen alle möglichen Emotionen aus, in einer Art und Weise, dass du Angst bekommst, weil alles so wahnsinnig intensiv ist. Liebe, Hass, Wut, Freude in noch nie da gewesener Stärke.

Ich freue mich solche Menschen zu kennen, täglich mit ihnen umzugehen und ich bin so wahnsinnig glücklich jeden Tag mit so einem Menschen reden zu können. Jemandem mit dem jeder Moment besonders ist. Nicht immer Einfach, aber unglaublich intensiv.

Dies ist ein erstes und kleines Danke, an jene Menschen und an den einen ganz besondern.

Gonzo – Die Erste.

gonzo_pol
Seit Tagen spukt mir diese Idee im Kopf herum, oder zumindest die Frage ob das Konzept funktionieren könnte. Ein „Markt“ dafür wäre sicher da. Täglich gieren die Massen nach einer neuen Sensation um sich an den dreckigen, obszönen Einzelheiten aufzureiben als ginge es um die einzig und alleine Wahrheit. Und das „Bildungsbürgertum“ und die Yuppies lechzen nach immer neuem, hippen Zeug und es stört sie nicht einmal, dass alles was sie vorgesetzt bekommen nur die aufgewärmte Suppe von gestern. Aber scheiß drauf, Hedonism baby!

Die Frage ist: Gibt es einen wirklich guten deutschen Gonzo-Journalism-Blog-Dings? Ich glaube nicht, sonst wäre er mir schon über den Weg gelaufen. Fuck, warum gibt‘s hier nur Blogs die Hunter S. Thompson beweihräuchern anstatt mal ordentlich auf die Kacke zu hau’n und zu machen was zu machen ist? Dem alten Sack – Diskordia habe ihn selig – würde dieses Fan-Getue sicherlich derbe auf die Nüsse gehn – Vielleicht.

Braucht Deutschland so was? – Wohl nicht. Aber brauchen wir Fashion-Blogs in tausendfacher Auflage? Brauchen wir drei dutzend Twitter-Mashups? Leitet sich der Sinn der Existenz einer Sache nicht durch die Sache und deren Auswirkungen von selbst heraus ab? Ist der Sinn nicht gegeben solange sich Leute dafür interessieren und lesen? Ist das Lesen etwas Geschriebenem nicht schon Erfüllung des Textsinns an sich?
Also ja, Deutschland, nein die ganze Welt braucht ein solches seiner Selbst Willen!

Genug Drogen, Alkohol und wirre Gedanken gibt es zuhauf und mit ihnen kommen zwangsläufig auch die Menschen die mit ihnen Umgang haben. Und mit Menschen kommen ihre Geschichten. Geschichten von den Dingen die passieren. Ein Kaleidoskop aus Fragen, Lust, Meinungen, Bildern, Geräuschen, Farben und dein einfach komplizierten Wahrheiten.
Allein ein solches Projekt durchzuführen wäre zwar drin, aber weit weniger spannend. Ich kenne einige Menschen die durchaus offen für solche Konzepte sind, fragt sich nur ob sie wirklich mit machen wollen und wenn nicht, wie viel Bier ich ihnen bieten muss, damit sie es schlussendlich doch tun.

Die Möglichkeiten ein Flickenwerk aus Information, Hintergrundinformation, Biographischem und Notizen zu einem Ganzen zusammenzufügen erweitert das Internetz wohl um ein vielfaches: Musik, Videos, Bilder und alle möglichen Aufnahmen von Leben bereit verteilt, verheizt und verwendet zu werden. Ohne Übertreibung Ideale Bedingungen.

Die Idee ist eine Idee die schon um ihrer selbst Willen umgesetzt werden muss. Ich werde mir darüber weiter Gedanken machen (müssen). Das wird etwas ganz unterhaltsames. Man darf gespannt sein, fuck yeah! Ich bin es jedenfalls.

(Ja, manchem ist die Sprachliche Ausmalung dieses Posts sicher aufgefallen. Eigentlich nicht wichtig, aber ebenfalls Teil eines Versuches, eben aus der oben geschilderten Idee heraus.)