Open Warfare

SilentWarfare

Den Feind endlich besiegen. Das ist mein größter Wunsch. Der Kampf dauert schon viel zu lange und immer wieder: Niederlagen und Verluste.
Oft wirkt es als hätten wir schon längst aufgegeben, als würden wir nur noch auf das Geschehen des sowieso Unausweichlichen warten.
Doch dann ist sie wieder da, die Idee – Sie schafft Tatendrang und richtet meinen Blick nach vorne. Wenn es Zeit und Ort erlauben, kann man so voran kommen, Barrieren überschreiten.
Doch viel zu selten hält die Flamme der Idee so lange an um wirklich etwas zu erreichen. Eine erhöhte Stelle etwa, oder eine Deckung.
„Weiter kriechen!“ sagt man sich. Durch den Matsch und Dreck den man im Kampf zuvor selbst aufgeworfen. Und dann: Langeweile. Ich sitze im Graben -um mich Stille- und lenke mich mit bunten Bildchen ab; stelle mir vor, was ich nach dem Krieg anfangen könnte. Ideenwelten entstehen und locken mich.
Ich will, dass es vorbei ist. Ich will, dass wir gewinnen (oder verlieren?). Aber der Kampf dauert schon viel zu lange um schnell zu Ende zu sein. Es ist zermürbend und immer wieder die selbe entmutigende Prozedur. Mittlerweile sitzen die Muster tief in mir. Ich muss nur noch reagieren, nicht denken, einfach funktionieren und sei es um den Feind fünf Minuten hinzuhalten. Schäußlich.
Er ist nur allein, doch trotzdem lauern überall seine Verbündeten und auf dem Felde liegen seine Fallen.

Da! Jetzt! Die neue Idee! Ich stürme an die Front!
Stirb endlich Schweinehund! Stirb!

Kaugummi

Es ist, als wollen die Tage nicht enden. Als will jeder von ihnen nicht kommen und gehen, so wie es einst war. Nun scheint jeder Tag zu kämpfen. Stunde um Stunde, Minute für Minute bis hin zu jener Sekunde, eigentlich nur einer von Tausenden, die einfach nicht zu dem werden will, was sie aber ohne Zweifel werden wird: Vergangenheit. Nun wäre das nicht so schlimm, wenn nicht jede Sekunde versuchen würde ihr Ende hinauszuzögern.

Der Kampf scheint aussichtslos, denn langsam geht mir die Munition aus diese Schlacht zu führen. Langsam sinkt die Motivation des Teils in mir der sich noch wie ein Bollwerk gegen die zäh fließende Flut der Zeit stellt. Das fatale ist, dass ich die Wahrheit kenne. Ich habe ihn nicht gewollt: diesen Kampf. Aber ich habe ihn heraufbeschworen; Tag für Tag, Stunde um Stunde, Minute für Minute. Heraufbeschworen mit den Waffen mit denen ich nun kämpfe. Mit Kurzweil, Informationsflut und tausenden Bildern. Ich kann nicht sagen, ich hätte nichts dabei gelernt, im Gegenteil. Aber geholfen hat es auch nicht.

Es ist nicht, also ob ich nichts hätte um dieses sinnlose Warten und Vergehen von Zeit in die Knie zu zwingen. Doch wie es mit Dingen ist, die so viel in nur einem Augenblick ändern und das Alte in einem blendenden Schein verblassen lässt, man will sie nicht, man fürchtet sich vor den Konsequenzen. Doch je mehr sich die Lage zuspitzt, desto näher kommt man an das Unvermeidliche heran. Tag für Tag, Stunde für Stunde, Minute für Minute.

Die Folgen wären eigentlich gar nicht so schlecht und ein für alle Mal Ruhe wäre auch. Nur deshalb voreilig auf den Auslöser drücken? Ich habe das Gefühl, den Kampf bis aufs Letzte weitertreiben zu wollen. Tag um Tag, Stunde um Stunde, Minute um Minute, bis zum bitteren Ende. Nicht meinetwegen, nicht der Sache wegen, sondern des Kampfes wegen, der sinnlosen Schlacht um Material. Zeit.

Es ist Zeit, wieder zu kämpfen.

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I hear my music loud!

Music is my hot, hot Sex

Es ist gerade erst hell geworden und das Frühstück in eurem Magen keine halbe Stunde alt. „Das Wetter wird wieder kälter, haben die heute gebracht…“ sagt jemand vor euch. Hinter  euch Geraune, weil wieder einer in der Tür steht und der Fahrer die Tür nicht zu bekommt. – Ich drehe meinen iPod lauter:

Ja, oft höre ich Musik lieber laut (Zählt 80% Volume meines iPods wirklich als laut?). Einfach um das ganze Gelaber um mich herum nicht zu hören. Um die brummenden und quietschenden Geräusche des Busses oder der Bahn zu übertünchen und vor allem um Distanz zu dieser schnöden, oft viel zu grauen sauber geputzten Innenstadt und ihren ausdruckslosen Gesichtern.
Ich lasse mich lieber von Justice, Miyavi, Daft Punk, Hadouken und den vielen Anderen in eine bunte schillernde und aufregende Stadt entführen. Wie in einer jener Nächte in der hinter jeder Ecke ein neues Abenteuer wartet. 

Manchmal lasse ich mich von der Musik mitreißen und umtanze Geländer, Papierkörbe und andere Hindernisse. Scheiß drauf was die anderen denken! Ich habe Spaß, ich fühl mich gut, das ist Leben, auch wenn es in Strömen regnet. Irgendwie macht mich das auch anders, denn die anderen, deren Musik man zwar auch aus ihren Kopfhörern hört, ziehen genau die selben Gesichter wie alle anderen. I hear my music loud! weiterlesen

Montage

Eigentlich sind Montage toll. Eigentlich mag ich Montage und eigentlich wäre alles o.k., wenn nicht Montag wäre.

Der Anfang der Woche könnte so richtig gut werden. All die Pläne für die neue Woche sind geschmiedet und warten darauf angepackt zu werden. Wenn alles so funktioniert wie es sein sollte, dann… dann! Ja, dann!
Aber dann kommt der Montag wirklich. 7:30 Uhr morgens weckt mich mein Wecker mit einem Lied, von dem ich sieben Stunden zuvor noch dachte es würde mir gefallen – das tut es aber nicht, denn es hat mich aufgeweckt. Unwillig überhaupt auszustehen drehe ich mich noch einmal im Bett herum, bis der Wecker eine viertel Stunde später noch ein mal einen anderen Song anstimmt. Der hilft aber noch weniger als der erste; Manchmal hilft er auch gar nicht weil ich vergessen habe ihn einzustellen und ich so unweigerlich verschlafe. So wie heute. Schlimmer noch ist, dass wohl tatsächlich schon Leute munter sind und im Hinterhof arbeiten, oder die Straßenbahn fahren. Und so kommt der Montag mit jedem Sonnenstrahl der durch meine Jalousien bricht näher. Viel zu nahe.

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