Von Suppe und Daumen

Miso by Jittike

Ich beobachte schon seit einiger Zeit diverse thumbl-logs und soups. Irgendwie fand ich die Idee im Web gefundenes für sich selbst und andere so aufzubereiten recht gut. Nur irgendwie war da etwas was in mir Wiederstand hervorgerufen hat.
Es wäre wieder ein neuer Service bei dem ich mich anmelde. So würde meine Suppe oder mein Log wieder als etwas einzelnes da stehen. Separat von meinem Blog, von meinen Profilen und sonst keinerlei Hinweis auf mehr geben. – Sicher ich könnte alles verlinken und gut. Aber in diesem Fall wäre das anders.
Ich finde so eine Sammlung sollte nicht für sich stehen. Es sollte eine direkte Verbindung geben zum Sammler. Etwas um hinter die Fassade sehen zu können.
Also habe ich mir etwas Gedanken darüber gemacht wie ich mir eine „Suppe“ zusammen rühren könnte und das in meiner Küche, mit meinen Töpfen und meinen Regeln.
Ich brauche keine Community außen herum, aber ich brauche etwas schnelles und unkompliziertes, was sich möglichst ohne großen Aufwand betreiben, warten und einrichten lässt.
Irgendwie sind es ja alles Blogs, nur eben mit sehr kurzen Inhalten. Wieso also nicht alles auf meinem Blog sammeln? – Natürlich nicht in meinem normalen Strom von Beiträgen, sondern etwas abseits, aber immer noch bei mir, mit voller Kontrolle.
Ab jetzt gibt’s hier unter „Lost & Found“ meine eigene kleine Suppe. Mit allem was mit täglich so vor die Augen kommt. So einfach ist das. Lasst es euch schmecken!

Kat von D – High Voltage Tattoo

Kat von D
Kat von D, die wunderschöne Göttin aller Nadeln, lässt mal wieder von Sich hören. Sie hat, sowas wie eine Autobiographie herrausgebracht, die den selben Namen trägt wie ihr Tattoo-Studio in LA: „High Voltage Tattoo“. Ob das mit 26 so sinnvoll ist, möchte ich zwar bezweifeln, allerdings  hat die Schöne aber auch schon wahnsinnig viel erlebt.

Das Buch kostet ungefähr 30$, auf HarperCollins. Ihr könnt auch schon mal einen kleinen Blick hinein werfen, wenn ihr wollt.

[via athadi.at]

Ausverkauf auf der Straße?

”Net harse en dwarse skryf hullename op mure en glasse”  was ungefähr soviel bedeutet wie: „Nur Narren und Idioten schreiben ihre Namen auf Wände und Gläser“ können wir langsam vergessen. Denn seit dem Teile von Streetart salonfähig geworden sind sind die Narren längst nicht mehr die Künstler, sondern die irren Sammler, die wie wahnsinnige zu geifern beginnen, wenn sie ein Werk eines Künstlers „konservieren“ können.

Einige von euch werden ja sicher davon wissen, dass vor kurzem ein Banksy in Jamaika samt dazugehörigem Mauerstück kurzerhand fein säuberlich abgeflext wurde. Dann stand das gute Stück auf eBay, für irre 150.000 Dollar Sofortkauf. Weggegangen ist es dann für 5000$. Immerhin war keiner so verrückt sich sofort auf das Stück zu stürzen.

Auf jetzt.de steht mittlerweile ein Interview mit dem Typen der es verscherbelt hat und immerhin fette 10% kassiert hat. Bemerkenswert und überraschend sind die Hintergründe die dabei bekannt werden:
Banksy hätte sich respektlos gegenüber lokalen Künstlern verhalten und Star-Alluren an den Tag gelegt. Nachdem dann ein Fotograf Bilder von Banksy veröffentlicht hat um ihm eins auszuwischen, mahnte Banksy den gleich mal ab. Das scheint ja neuerdings auch groß in Mode zu sein. Deswegen hat man dann die Wand abgesägt, um dem Snob von Künstler eins auszuwischen.

So mag ich das. Es wurde endlich mal Zeit, dass die Ikone demystifiziert wird. Die Leute lieben Banksy, aber die Straße sieht auf ihn herrab. Sollen sie doch die Wände abtragen und verscherbeln, dann ist wnigstens wieder neuer Platz für frische Farbe.  Und ich denke der letzte Absatz des Interviews fasst das ganze Problem gut zusammen:


Eine Tatsache, die er ja immer noch abstreitet. Glaubst du Street-Art ist dann noch Street-Art, wenn es keine Street-Art im eigentlichen Sinne mehr ist?
Ja. Denn, dann wäre Street-Art auch keine Street-Art mehr, wenn es im Museum hängt. Street-Artists dürfen meiner Meinung nach nicht den Anspruch erheben, dass die Straße eine permanente Galerie ist, in der sie Dauerausstellungen abhalten können. Vor allem nicht Straßen, in denen sie nicht zu Hause sind. Denk mal, das würde öfter passieren, wäre es dann nicht vorbei mit der Street-Art? Die Bahn versucht ja auch seit Jahren Graffitis, teilweise echte Kunst, zu entfernen. Ohne Erfolg. In der Street-Art ist es so, dass die Leute sich immer wieder neu erfinden müssen. Das ist Teil des Spiels. Es gibt Jäger und Gejagte. Diesmal ist der Jäger eben nicht die Polizei, sondern Peter.

In diesem Sinne: „Bomb that shit! Stay rebel.“