Wenn die Party zwei mal klingelt

Wenn der Puls der Zeit am schnellsten fließt, dann werden Tage zu Wochen und Wochen zu Monaten. Es scheint so viel, so schnell zu passieren, dass der Begriff „Zeit“ endlich kein sich ewig ziehender, windender Kaugummi zu sein scheint, sondern das was er eigentlich ist: Die Summe von Momenten. Momenten in denen Freude, Spannung, Euphorie und Angst, Zweifel und Seltsamkeiten so eng zusammenliegen das alles in einem waberndem Licht verschwimmt. Kommt man dann zur Ruhe beginnt man wohl unweigerlich damit die wie ein Kaleidoskop schillernden Erinnerungsstücke, der Woche vor Weihnachten, zu verbinden: Wenn die Party zwei mal klingelt weiterlesen

Der blaue Knochen aus der Zukunft

Im Frühjahr des Jahres 2001 war die Welt noch in Ordnung. Die Welt stolperte ins neue Jahrtausend und ich in die Welt der mobilen Kommunikation.

Zum 14 Geburtstag sollte es ein Handy sein. Ist ja klar, weil eh schon eine Menge Leute die man kannte eins hatten und man überhaupt als kleiner Geek sowieso nicht die Finger von Geräten lassen kann die leuchten, Töne von sich geben und durch die Gegend vibrieren.
Ich kannte Handys ja sowieso schon von meinen Eltern, die schon eins hatten, als man Antennen noch zum ausklappen waren und die Teile eher an Backsteine erinnerten als an ein Telefon. Richtig geile Technik eben mit der man wie magisch andere Leute erreichen kann.
Die Auswahl war, nun ja zugegebener Maßen relativ schwer. Ich wollte ja nicht irgend ein Handy, ich wollte DAS Handy. Da vielen schon mal ne Menge an Modellen durch meine Anforderungen hindurch. Man ist ja auch nicht so ein Mitläufer der 3310-Leute. Denn dieses Teil sah man damals™ an jeder Ecke und es hing mir zum Hals raus. Der blaue Knochen aus der Zukunft weiterlesen

Montage

Eigentlich sind Montage toll. Eigentlich mag ich Montage und eigentlich wäre alles o.k., wenn nicht Montag wäre.

Der Anfang der Woche könnte so richtig gut werden. All die Pläne für die neue Woche sind geschmiedet und warten darauf angepackt zu werden. Wenn alles so funktioniert wie es sein sollte, dann… dann! Ja, dann!
Aber dann kommt der Montag wirklich. 7:30 Uhr morgens weckt mich mein Wecker mit einem Lied, von dem ich sieben Stunden zuvor noch dachte es würde mir gefallen – das tut es aber nicht, denn es hat mich aufgeweckt. Unwillig überhaupt auszustehen drehe ich mich noch einmal im Bett herum, bis der Wecker eine viertel Stunde später noch ein mal einen anderen Song anstimmt. Der hilft aber noch weniger als der erste; Manchmal hilft er auch gar nicht weil ich vergessen habe ihn einzustellen und ich so unweigerlich verschlafe. So wie heute. Schlimmer noch ist, dass wohl tatsächlich schon Leute munter sind und im Hinterhof arbeiten, oder die Straßenbahn fahren. Und so kommt der Montag mit jedem Sonnenstrahl der durch meine Jalousien bricht näher. Viel zu nahe.

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