Altogether lost

When the chill of earth black-breasted is uplifted at the
glance
Of the red sun million-crested, and the forest blossoms
dance
With the light that stirs and lustres of the dawn, and with
the bloom
Of the wind’s cheek as it clusters from the hidden valley’s
gloom :
Then I walk in woodland spaces, musing on the solemn
ways
Of the immemorial places shut behind the starry rays
Of the East and all its splendour, of the West and all its peace;
And the stubborn lights grow tender, and the hard sounds
hush and cease.
In the wheel of heaven revolving, mysteries of death and
birth,
In the wonb of time dissolving, shape anew a heaven and
earth
Ever changing, ever growing, ever dwindling, ever dear,
Ever worth the passion glowing to distil a doubtful tear.
These are with me, these are of me, these approve me,
these obey,
Choose me, move me, fear me, love me, master of the
night and day.
These are real, these illusion : I am of them, false or frail,
True or lasting, all is fusion in the spirit’s shadow-veil,

As a spirit in a vision shows a countenance in fear,
Laughs the looker to derision, only comes to disappear,
Gods and mortals, mind and matter, in the glowing bud
dissever :
Vein from vein they rend and shatter, and are nothingness
for ever.
In the blessed, the enlightened, perfect eyes these visions
pass,
Pass and cease, poor shadows frightened,
leave no stain
upon the glass.
One last stroke, O heart- free master, one last certain
calm of will,
And the maker of Disaster shall be stricken and grow
still.
Burn thou to the core of matter, to the spirit’s utmost
flame,
Consciousness and sense to shatter, ruin sight and form
and name!
Shatter, lake-reflected spectre; lake, rise up in mist to
sun;
Sun, dissolve in showers of nectar, and the Master’s
work is done.
Nectar perfume gently stealing, masterful and sweet and
strong,
Cleanse the world with light of healing in the ancient
House of Wrong !
Free a million mortals on the wheel og being
tossed !
Open wide the mystic portals, and be altogether lost!

Arhan by Aleister Crowley

Zinekultur

aus:
„Das Klebstoff-Magazin als Publikation in Kleinauflage“ – Praxistransferbeleg
Raphael Näser, BA Dresden 2012
Anschnitt “ Kulturelle Einordnung und Bedeutung von Magazinen im Selbstverlag“

Magazine spielten schon immer eine zentrale Rolle in unserer visuellen Kultur. Ihre Position an der Vorderseite moderner Kommunikation haben sie zu einer reichen Quelle aktueller Grafikdesign Stile und Techniken gemacht.
Magazine sind ein besonderes Format, das einige essenzielle besondere Merkmale vereint: Tragbarkeit, Fühlbarkeit, Wiederholung und die Kombination von Text und Bild. Dies erlaubte Magazinen sich fortlaufend zu erneuern und zugleich relevant zu sein.

Seitengröße, Raster, Schriftsatz und Details tragen zum visuellen Eindruck und der Identität eines Magazins bei. Jede neue Ausgabe bietet eine Chance für Künstler und Designer etwas Neues zu schaffen.

Als Zine ( Kurzform für Magazin, aus dem Englischen „magazine“ bzw. „fanzine“ ) werden Publikationen bezeichnet, die in kleinen Auflagen für kleine Interessens-gruppen vertrieben werden. Diese Magazine erscheinen oft ohne Bindung an einen Verlag und werden durch fotokopieren oder durch Offsetdruck vervielfältigt. Die durchschnittliche Auflage solcher Zines liegt zwischen 1000 und 5000 Exemplaren. Das Ziel dieser Veröffentlichungen ist es nicht Gewinne zu erzielen. Oft werden die Verkaufspreise kaum der Zeit und dem Material gerecht, die benötigt werden, um eine Ausgabe zu produzieren.

Der Vertrieb solcher Zines erfolgt heute oft durch die Bestellung im Internet und Zustellung per Post oder in kunstorientierten Bücherläden, Designerboutiquen oder aber auch sehr selten in normalen Kiosken.

Zines erscheinen in vielfältigen Variationen, von handgeschriebenen Texten bis hin zu farbig bebilderten Heften. Thematisch wird ein breites Spektrum an Themen, von Politik über Musik und Sport bis hin zu Kunst und Design oder gar persönliche, tagebuchähnliche Geschichten, behandelt.
Schlagzeilen fehlen meist auf den Covern von Zines, da sie nicht mit anderen Magazinen am Zeitungskiosk konkurrieren müssen. Ebenso ist in diesen Publikationen kaum Werbung zu finden.

Die Anfänge dieser Magazinkultur sind nicht genau geklärt, da sich belegte Hinweise erst seit der letzten Hälfte des 19. Jahrhunderts finden lassen. In den vereinigten Staaten fanden sich einzelne Autoren und Künstler zusammen, die selbstproduzierte Zines in Sammelwerken herausgaben. Ein solcher Zusammen-schluss wurde Amateur Press Association genannt. Ein solcher „Apazine“ genannter Sammelband wurde gebunden und an die teilnehmenden Autoren weiterverteilt.

Seit der Erfindung der Elektrofotografie und dem kommerziellen Erfolg der Firma Xerox mit dem Kopiergerät nach dem zweiten Weltkrieg, verbreitete sich die Zinekultur weltweit schneller als zuvor.
Von Umweltbewegung in den ausgehenden sechziger Jahren, mit Publikationen wie dem „Whole Earth Catalog“, über die Punk-Bewegung in den späten Siebzigern, bis hin zu den feministischen Zines, wie „riot grrrl“ oder „amp MINIZINE

in den frühen neunziger Jahren, wurden Zines als Verbreitungsmedium subversiver Ideen aus Subkulturen genutzt.
Auch in Deutschland hat sich eine lebendige Kultur kleiner Magazine etabliert, sei es für Science-Fiction, wie das „SOL“-Zine der Perry Rhodan-FanZentrale (fünfzig Ausgaben seit 1996) oder die erfolgreichen Kollaborationen der deutschen Bloggerszene wie dem 2009 erschienenem „Ausdruck: ausgewählte Beiträge der deutschen Blogosphärevon Christoph Boecken oder dem „CIRCUS: the bloggers bookazine“ des eigens gegründeten Verlags Herznote.

Gerade diese Veröffentlichungen zeigen, dass Internetseiten kein fühlbares Erlebnis bieten können – Selbst, wenn verstärkende Effekte durch das Licht eines Bildschirmes wirken.

Der Großteil sogenannter Art-Zines bildet starke visuelle Eindrücke einer jeweiligen Subkultur ab.

Die Abwesenheit langer Texte, großformatige Fotografien, Illustrationen und Zeichnungen sowie handgedruckte Originale oder collagenartig zusammengefügte Einzeleindrücke prägen den visuellen Eindruck.
Oft liegt die Ästhetik der Hefte außerhalb der Mainstream Norm oder ist geprägt durch explizite Darstellungen.

Glücksmomente

Es gibt diese Tage, an denen die Arbeit wirklich stressig war, fordernd – Überstunden – und dann habe ich es geschafft. Ich trete hinaus auf die Straße und die untergehende Sonne grüßt mich über die Dächer der Neustadt hinweg. Die Silhouette der St. Pauli Ruine hinter mir lassend schwebe ich langsam die Königsbrücker hinunter. In diesen Momenten beginnt das Glück aus mir heraus zu brechen.
Im Ohr Godspeed You! Black Emperor, Storm. Im Herz das Feuergeschenk des Tagessterns. Egal wie kalt es ist, wie stürmig, in diesen Momenten könnte ich weinen, vor Glück, vor Erfüllung. Es ist als wäre mein Leben ein Film, alles um mich herum passiert für mich. Als ob die Straßen Teppiche wären, nur für mich ausgelegt, als ob die Lichter nur für mich leuchten und der Lärm der Welt still geworden ist.

Zu Hause; angekommen. Einfaches Abendessen, wie so oft. Nur Pasta, Pesto, Rotwein, dennoch ein Festmahl, als ob dies das letzte Mal auf Erden ist, dass ich etwas schmecken werde. Meine Henkersmahlzeit. So gut, so viel Geschmack, so glücklich. Ich trete hinaus auf den Balkon in die Kälte; der Mond hat sich über die Dächer geschoben und strahlt golden in das zartrosa Nachtblau der Stadt. Das Aroma von fruchtig herbem Alkohol explodiert in meinem Mund. So viel Glück. So viel Glücklichsein. Mein Herz steht in Flammen. Lichterloh. Ein Leuchtfeuer in die heraufziehende Nachtkälte.
„Mann, ich hab alles. Alles.“ Mehr Glück, und ich bin sicher, ich würde auf der Stelle zerspringen. In tausende Glassplitter die glühend auseinanderstoben und kurz bevor sie klirrend auf dem Boden aufschlagen, jeder einzelne Splitter zu einem goldgelben Schmetterling wird, dem Mond entgegenfliegend. Einsam bahnt sich eine Träne den Weg, meine Wange hinunter bis zur Lippe.
Dann, in diesem imaginären Spotlight des Schicksals stehend, frage ich mich wie es dir geht. Dort drüben, in der anderen Stadt. Die Stadt die ich nur feindlich, fremd, grau und kalt kenne. In der du der einzige Mensch bist. Geht es dir genau so gut wie mir? Kann es das überhaupt?

Ich weiß warum mich dieses Glück nicht zermalmt wie zwischen Hammer und Amboss; ich weiß warum mein Herz nicht stehen bleibt. Weil etwas zu dem Moment fehlt, an dem meine Existenz komplett wäre. Nichts mehr hinzuzufügen. Glücklich. Die Geschichte wäre erzählt, das Schicksal geschrieben. Der Moment in dem die Nornen aus meinem Schicksalsfaden Gold gesponnen hätten.

Du fehlst.

— Drake Rubicon

Open Warfare

SilentWarfare

Den Feind endlich besiegen. Das ist mein größter Wunsch. Der Kampf dauert schon viel zu lange und immer wieder: Niederlagen und Verluste.
Oft wirkt es als hätten wir schon längst aufgegeben, als würden wir nur noch auf das Geschehen des sowieso Unausweichlichen warten.
Doch dann ist sie wieder da, die Idee – Sie schafft Tatendrang und richtet meinen Blick nach vorne. Wenn es Zeit und Ort erlauben, kann man so voran kommen, Barrieren überschreiten.
Doch viel zu selten hält die Flamme der Idee so lange an um wirklich etwas zu erreichen. Eine erhöhte Stelle etwa, oder eine Deckung.
„Weiter kriechen!“ sagt man sich. Durch den Matsch und Dreck den man im Kampf zuvor selbst aufgeworfen. Und dann: Langeweile. Ich sitze im Graben -um mich Stille- und lenke mich mit bunten Bildchen ab; stelle mir vor, was ich nach dem Krieg anfangen könnte. Ideenwelten entstehen und locken mich.
Ich will, dass es vorbei ist. Ich will, dass wir gewinnen (oder verlieren?). Aber der Kampf dauert schon viel zu lange um schnell zu Ende zu sein. Es ist zermürbend und immer wieder die selbe entmutigende Prozedur. Mittlerweile sitzen die Muster tief in mir. Ich muss nur noch reagieren, nicht denken, einfach funktionieren und sei es um den Feind fünf Minuten hinzuhalten. Schäußlich.
Er ist nur allein, doch trotzdem lauern überall seine Verbündeten und auf dem Felde liegen seine Fallen.

Da! Jetzt! Die neue Idee! Ich stürme an die Front!
Stirb endlich Schweinehund! Stirb!

Beginn der Aufzeichnungen. Das arkane Tagebuch

Das Leben als Fluss sehen und sich mit aller Kraft seinem Laufe fügen, nicht aber den Dämmen, Brücken und Häusern.
Überfließen! Nehmen was brach liegt, nehmen was einschränkt. Fließen.
Ein Strom aus Gefühlen und Eindrücken, gefolgt von Information, gefolgt von allem anderen Materiellen, Vergänglichen.

Kraft genug um Steine rund zu schleifen, um Täler in nackten Fels zu brechen. Lebe als Fluss! Wild, schnell, brausend und tosend. Sei ruhig, und lass dich vom Laufe tragen bis es Zeit ist über die Ufer zu treten.

Es wird Zeit.

Wiedersehen mit dem Würfel / Unendlichkeit

Gespräche mit Gott – Szene/Episode 1

Stimme aus den Würfel: „Sei gegrüßt! Wie geht’s dir, wir haben uns lange nicht gesehen.“

Gott: „Guten Morgen. Es ist wahr, wir haben uns eine kleine Ewigkeit nicht gesehen.“

Stimme aus den Würfel: „Eine kleine Ewigkeit? Für mich gibt es nur eine Ewigkeit. Diese kann doch nicht klein oder groß sein, denn das Wesen, dass ihr innewohnt ist doch unendlich.“

Gott: „Richtig und zugleich Falsch. Es ist das Wesen der Ewigkeit unendlich zu sein, dies ist wahr. Doch lässt sich eine Ewigkeit teilen, ein jeder Teil davon so groß wie die Ewigkeit selbst. Diese Teile sind der Ewigkeit gleich aus der sie stammen.“

Stimme aus den Würfel: „Man kann also sagen, das Unendliche sei unendlich bis in seine kleinsten Teile hinein, die dennoch genau so groß sind wie die Unendlichkeit selbst. Ein Ding dessen Sinn es selbst ist.“

Gott: „So ist es mit allen Dingen.“

Stimme aus den Würfel: „Ich bin nicht unendlich, irgendwann werden wir nicht mehr miteinander sprechen können, weil ich nicht mehr bin. Meine Zeit ist begrenzt. Wieso zeigst du mir Dinge die aus sich selbst heraus sind und immer sein werden, so lange bis ich längst vergessen bin?“

Gott: „Du, wie alle Dinge, bist unendlich. Deine Zeit als das was du bist ist begrenzt, doch deine Existenz wir niemals aufhören.“

Stimme aus den Würfel: „Wie kann ich unendlich sein, wenn ich weis nur eine Begrenzte Zeit hier zu haben? Oder gibt es eine Seele?“

Gott: „Das ist eine andere Sache, wir werden sie an einem anderen Ort zu einer anderen erörtern. Denn die Seele ist nicht wahr und dennoch real.
Du bist unendlich in dem du einfach bist, jede Unendlichkeit in dir wird bis zum Ende der Zeit das sein was sie ist. Du mögest getrennt werden und du warst getrennt. Ebenso waren alle Teile deiner selbst schon bevor du warst und sie waren etwas was du nicht mehr bist und so wird es fortwährend weiter sein.“

Stimme aus den Würfel: „Ich bin also die Summe meiner Teile und meine Teilsumme wird nach mir Summand einer anderen. Das würde bedeuten, irgendwann wäre ich wieder ich, wenn alle Teile wieder vereint sind – durch das kommutative Gesetz und zeitlich durch das assoziative Gesetz.“

Gott: „Wahrlich ich sage dir du wirst niemals wieder sein der du warst, denn nie werden deine Summanden wieder so in der Gleichung belegt wie sie es zu deinem Anfang waren. Dennoch erkennst du die Möglichkeit die dir die Unendlichkeiten verleihen und mit jeder Sekunde die verstreicht eröffnen sich dir in allen Unendlichkeiten ebenso viele neue.“

Stimme aus den Würfel: „Aber ich kann sie nicht nutzten. Ich werde es niemals können.“

Gott: „In der Tat, du wirst es nie, aber vielleicht ein anderes du, dort draußen im Schaum des Meeresrauschens und dennoch triffst du immer alle deiner Möglichkeiten.“

Stimme aus den Würfel: „Kann ich es nicht versuchen? Du gabst es uns, damit wir uns daran versuchen, oder irren wir auch hier wie so oft?“

Gott: „Ich gab, nicht um zu versuchen. Ich gab für das Leben, ich gab für die Schönheit, ich gab für die Liebe, ich gab für alles was ihr daraus schaffen könnt.“

Engel in der Mitte der Windrose (eine Fackel tragend):

„Das Universum ist perfekt.
Du kannst es nicht verbessern.
Wenn du versuchst es zu ändern,
Wirst du es vernichten.
Wenn du versucht es zu halten,
Wirst du es verlieren.“

Metatron: „Schweig!“

Stimme aus den Würfel: „Du gabst. Wirst du zurückfordern was dein war?“

Gott: „Niemals. Es ist ein Geschenk, ein neuer Weg.“

Stimme aus dem Würfel: „Wahrhaft großzügig. Wie kann man ein solches Geschenk nicht annehmen?“

Gott: „Es ist kein Geschenk im Sinne des Schenkens. Was dort besteht das fortbesteht. Sie können verweigern und ignorieren, sogar ihre Existenz leugnen. Dennoch: Sie sind, sie werden, sind im Kommen und Gehen Teil ihres eigenen Geschenks.“

Stimme aus den Würfel: „Unendlichkeit!“

Gott: „Dies ist Wahr.“

Stimme aus dem Würfel: „Du gibst nur was du bist und was alles sein sollte.“

Gott: „Wie könnte ich mehr geben? Wenn ich mehr wäre so wäre ich unendlich mehr und dennoch mit jedem neuen Geschenk das ich mache werde ich unendlich mehr.“

Stimme aus den Würfel: „Du gibt nicht ohne Hintergedanken. Ich bin überrascht.“

Gott: „Doch die Gedanken sind rein. Ich gebe um zu sein. Mir wurde gegeben, damit ich bin, ich gebe damit etwas sein kann.“

Stimme aus den Würfel: „Dir wurde gegeben? Wer? Hier ist niemand sonst der geben kann!“

Gott: „So wie ich dir sagte, dass die Unendlichkeit Teil einer anderen ist, so bin auch ich. Ich kenne den Geber nicht und werde ihn niemals kennen, niemals wissen ob der Geber wahr ist, wie auch niemand dem ich das Geschenk mache erkennen kann, das ich es war der schenkte. Der Geber ist genau so wie ich und doch unendlich mehr. Sieh mich an!“

Stimme aus den Würfel: „Ich sehe dich nicht, ich konnte dich noch nie sehen.“

Gott: „In der Tat, dies ist Wahr für alles was ist. Denn alle Existenz ist Illusion und alle Illusion ist nur aufgeworfener Staub im Nichts.“

Stimme aus den Würfel: „Ich danke dir für diese Worte.“

Behutsam hob Metatron den Würfel auf, betrachtete seine Intarsien und legte ihn auf den angestammten Platz.