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Ausgangssituation:
Vor einiger Zeit hatte ich einen Benutzer nur für die Netzwerkfreigabe angelegt. Nachdem dieser Benutzer nicht mehr gebraucht wurde, habe ich ihn gelöscht.
Als ich selbigen Benutzer wieder anlegen wollte, sagte mir die Accountverwaltung, dass schon ein Benutzer mit diesem Loginnamen existiert.
Lösungsversuche:
Als erstes versuchte ich einen neuen Nutzer anzulegen und ihn umzubenennen. Das war ebenso ein Fehlversuch, wie unter /Users und anderen Verzeichnissen nach Überbleibseln des Account zu suchen.
Auch root half nicht viel. Allerdings brachte mich der Weg über root zur Problemlösung.
Lösung im Detail:
In den Systemeinstellungen bei den Benutzer & Gruppen auf das Schloss unten links klicken und den Adminzugang bestätigen. In der Benutzerliste unten auf Anmeldeoptionen klicken und bei Netzwerkaccount-Server auf Verbinden.
Es folgt eine Aufforderung eine Serveradresse einzugeben. Dort öffnet man aber die Verzeichnisdienste.
In den Verzeichnisdiensten ist für jeden Benutzer & Co. ein Eintrag, auch für eben jene, die eigentlich schon gelöscht sein sollten. Dort kann man die letzten Einträge der nicht mehr existierenden Benutzer löschen.

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Chaos Communication Camp 2011
Mein erstes Camp liegt nun hinter mir. Es wurde schon viel dazu gesagt, doch Abseits der Dinge die einem zuerst einfallen, wenn man darüber gefragt wird gibt es doch die Kleinen Dinge und Anmerkungen, die man noch machen möchte aber selten dazu kommt. Zwei Stunden im Podcast und noch lange ist nicht alles erzählt.
Deswegen dieser Eintrag, der hoffentlich noch einmal die vielen unerwähnten Wichtigkeiten hervorbringt.
Zuerst die Menschen: Nie zu vor in meinem Leben habe ich so viele wirklich von Grund auf unterschiedliche Menschen auf einem Flecken Erde gesehen. Tausende Menschen die sich in Stil und Denkweise oft wie Tag und Nacht unterscheiden und dennoch ein ganzes Packet Eigenschaften miteinander teilen. Die Neugierde mit Dingen zu experimentieren und mit altbewährten neue Grenzen zu stecken, weit, weit vor den etablierten. Den Drag untereinander das Wissen zu teilen und die Freude gemeinsam Ideen zu tauschen und so von einem neuen Gedanken zum nächsten zu gelangen. Und das alles so friedlich und mit einer Inbrunst die ich selten zuvor erlebt habe. Eine bunte Menge aus dutzenden Ländern, die versucht hinter das offensichtliche zu blicken und die sich nicht nur einer, nein, einer ganzen Batterie Lingua Franca bedient, sei es natürliche Sprachen, Programmiersprachen oder Meme. Es wird gelebt, was sonst nur ein vages Gefühl im Netz zu sein Scheint: Eine vernetzte Welt ohne physische Grenzen.
Man könnte meinen es war eine ganz eigene Energie in der Luft, nicht nur die digitalen Botschaften die per WLAN, GSM, DECT und Funk über das Camp verteilt wurden.
Fast schon wehmütig habe ich am Sonntag den alten Flughafen verlassen, weil sich diese Gemeinschaft erst in 4 Jahren wieder am selben Ort einfinden wird.
Es folgen kurze Gedanken zu bestimmten Themen:
Ein Netzwerk privater Satteliten im Orbit zum Zwecke eines globalen freien Internet ist eine wunderbare Idee. Zu oft haben wir in letzter Zeit sehen müssen wie der Zugang zu freier Information sowie die Meinungsfreiheit bedroht oder sogar eingeschränkt und schlussendlich verwährt wurde. Es wäre doch traumhaft für die freie Menschheit sich über alle geschaffenen Grenzen hinaus verständigen zu können, von jedem Ort, sei er noch so abgelegen, der Erde aus.
Allerdings kann auch Sattelitenkommunikation gestört werden. Ob ein Sattelitensignal-Jamming nicht nur lokal funktioniert sondern auch über große Gebiete hinweg kann ich keine genauen Aussagen machen, allerdings denke ich. Das wäre vielleicht leichter als alle Satteliten die für ein bestimmtes Areal zuständig sind zu zerstören, die Technologie dafür wird auch schon erprobt.
Ich frage mich auch ob man hier schnell auf einen Nenner in Sachen Frequenzspektrum, Übertragungstechnologie und Synchronisation kommen kann.
Außerdem sinken zwar die Kosten für den Payload von Raketen allerdings möchte ein Sattelit auch erst einmal erhalten werden.
Das klingt fast so als wolle ich die Idee madig reden. Mein eigentliches Zeil ist es dann doch wohle eher auf gewisse Dinge hinzuweisen die ich auf dem Camp kaum gehört habe, denn die Idee dieses Sattelitennetzwerks ist phantastisch. – Ich wäre unter den Ersten die es nutzen würden.
WE SUCK!
What we suck at, why we suck at it, and some ideas on fixing that.
Ja, verdammt Moritz hat recht, viele der Menschen von denen ich oben noch redete haben Probleme. Wir alle die wir doch diese wunderbaren Sachen machen und oft behaupten können das uns die Arbeit keine Last ist sondern jeden Tag aufs neue Spaß macht.
Wir alle die mit Technik herumspielen, die für den Großteil der Menschheit nicht nur unerschwinglich ist, sondern auch kaum verständlich. *Its magic!*
Eines unserer Probleme ist: Wir bekommen den Mund nicht auf. Wir laborieren mit uns selbst oder einer kleinen Gruppe an Ideen herum die die Welt bewegen könnten. Könnten!
Wir pushen unsere Projekte auf Github, predigen OpenSource und schreiben untereinander tausende Mails in hunderten Mailinglisten, doch außerhalb unserer kleinen Welt ahnt kaum einer von den Gefahren die wir versuchen abzuwehren oder von den Errungenschaften die in Zukunft das Leben leichter machen könnten.
Wir müssen lernen, den Menschen irgendwie das nahe zu bringen was wir da tun, warum wir es tun – und das mit genau der selben Inbrunst und Leidenschaft mit der wir unseren Ideen Leben einhauchen.
Und wir sind faul. Wir warten darauf im letzten Vortrag des Tages noch einmal leicht unterhalten zu werden. Wir warten darauf, das man uns ins Gesicht sagt was nicht stimmt und das bitte mit einem ironischen Unterton der bedeuten kann, das alles doch gar nicht so schlimm wäre.
Anstatt selbst mal darüber nachzudenken, die kurze Zeit in der wir zusammen sind auch einmal dafür zu nutzen um uns gegenseitig zu sagen was nicht stimmt, wo es hängt.
Stattdessen liest man am nächsten Tag, was andere, nicht man selbst, wieder für einen geilen Scheiß gestartet haben.
Da fällt mir ein: Ich muss weg. Endlich was schaffen!
(Eigentlich auch nur eine billige Ausrede, da ich nach einer Woche den Artikel immer noch nicht fertig habe. – Egal, das wichtigste ist wohl gesagt.)
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Facebook startet also die angekündigte Kooperation mit Skype um seinen Benutzern Videochats zu ermöglichen. Dies ist kein wirklich überraschender Schritt sondern war durchaus zu erwarten. Facebook besitzt überragend viele Nutzer, eine recht gute Infrastruktur; Skype hat ebenso eine nennenswerte Nutzerzahl, eine meistens zufrieden stellende Technologie und das nötige Know-How.
Wichtiger an diesem neuen Feature und allem was um das Redesign des Facebookchats sind für mich aber Randbemerkungen und Dinge die hinter dem offensichtlichen zum Vorschein kommen.
Zudem drängt sich ein Vergleich mit dem erst vor kurzem gestarteten Konkurrenten Google+ auf.
Um die Last für die Server niedrig zu halten greift Facebook auf die P2P-Technologie und die Streamingprotokolle Skypes zurück. Ein Facebook-Videochat sieht auch designmäßig so aus, wie man es von Skype erwarten würde.
Doch da scheint die Kooperation auch schon aufzuhören. Weder ist es möglich mit Skype-Nutzern einen Videochat zu führen, noch kann man sie in eine Kontaktliste hinzufügen. Auch der Chat, lässt Skype-Nutzer links liegen. Was soll das denn? Für beide Netzwerke wäre dies doch eine ideale Chance sich gegenseitig noch ein paar Nutzer zuzuspielen und vorhandene noch weiter an sich zu binden (Was ja definitiv eines von Facebooks Zielen ist).
Seltsam auch, das keine Videogespräche mit mehreren Personen möglich sind. Facebook würde dies sicher begrüßen, aber scheinbar scheint Skype hier ein Geschäft zu wittern und bleibt auf diesem Teil des Service sitzen wie eine Henne auf dem Ei.
Über das Design des neuen Chats lässt sich kaum streiten, die Entscheidung die Kontakte bei großen, breiten Monitoren an den Rand zu verlegen ist ebenso sinnvoll wie übersichtlich. Doch die Einbindung eines Videogespräches lässt enorm zu wünschen übrig. Das Video-Frame direkt über der Facebook-Seite? Was soll das denn? Ist es nicht durchaus möglich das man weiter, neben dem Gespräch auf Facebook andere Dinge erledigen möchte? (Andere Leute mit geschenkten Kühen nerven?)
Google+ gängelt im direkten Vergleich den Nutzer weit weniger. Die Hangout-Videochats kommen per se mit Multiuser-Support und lassen sich bequem im Hintergrund halten, wenn man möchte. Ein schönes Feature hier ist auch das man Youtube-Videos mit den anwesenden Hangout-Teilnehmern teilen kann.
Interessant ist Googles Implementierung des Chats, denn diese ist 1:1 Google-Talk, ein auf XMPP basierendes System, das auch mit Jabber, AIM & Co. kompatibel ist. Facebook fährt ebenfalls ein XMPP-kompatibles System, denkt aber allen Anschein nach nicht daran sich irgendwie zu öffnen.
Interessant ist auch das Zuckerberg oft auf Gruppen und Listen hingewiesen hat. Benutzen die User diese Systeme etwas nicht wie, oder in welchem Maße, Facebook das gerne hätte?
Allgemein ist Zuckerbergs Definition von Gruppen, eigentlich keine Definition im eigentlichen Sinne:
“The definition groups is: A Group that everyone inside the group knows, whoelse is in the group.”
Zirkelfreiheit war gestern. Heute definiert man sich mit sich selbst, oder was?
Ein weiterer interessanter Punkt der die Gegensätze zwischen den Netzwerken herausarbeitet ist Marks Aussage:
“The last five years have been about connecting people. [...] The next five years are about building apps”
Denn Googles Ansatz scheint genau anders herum zu laufen. Google hat die Apps, die Distribution von Android und ihre Infrastruktur und versucht nun dies alles zu verbinden, mit großer Einsicht wie man es für Benutzer einfach gestalten kann.
Allein vernetzte Menschen bringen noch keinen Erfolg, wie man am Beispiel Myspace deutlich sehen kann.
Persönlich finde ich in Google+ mehr Freiheit. Man hat zumindest das Gefühl über seine Daten besser verfügen zu können (Privacyfeatures, Datendownload, usw.) und dabei gleichzeitig weit weniger abgeschlossen zu sein als im geschlossenen Ökosystem Facebooks.
Die kommenden Jahre bleiben spannend – Welche Konzepte werden sich durchsetzen? Mit welchen Innovationen werden die beiden Firmen aufwarten? Und vor allem wo bleibt der User, wenn sich zwei Riesen auf einen Kampf einlassen?
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Ich bin ja immer wieder fasziniert wenn irgendwelche Leute da draußen Geräten, die so aussehen, als seien sie eher für die kontrollierte Landung einer Raumfähre gedacht, als um damit Musik zu machen, die interessantesten Klänge entlocken.
Ich weiß nicht genau was mich dabei am meißten fasziniert: Die Technik die so komplex erscheint und doch irgend etwas kleines, sinnvolles tut, oder das Faktum, dass kleine Veränderungen in diesem Setup den Klang erzeugen.
Aber um nicht lange zu reden, lasst das Video einfach selbst wirken:
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Viele haben nach der Vorstellung des iPads das fehlende, bzw. für den User nicht wahrnehmbare Multitasking bemängelt. Das bloße Argument Batteriekapazität zu sparen steht zwar im Raum, zieht aber nicht mehr wirklich, denn mindestens eines von Apples Prestigeprogrammen sollte auch hinter jeder anderen Applikation laufen können: iTunes.
Sieht man davon einmal ab und betrachtet die Dinge die das Pad als disruptive Technologie verdrängen wird, erscheint das „fehlende Multitasking“ oder vielleicht besser gesagt die „1 App per Screen“ Devise ein wenig verständlicher.
Das iPad als solches ist kein vollwertiger Computer, wie ein Desktop-Rechner oder Laptop. Für diese Geräte hat sich die Desktop-Metapher etabliert – nicht zu unrecht, denn Computer fassen nun einmal alle Funktionen die man dutzende Jahrzehnte vorher mit und auf seinem Schreibtisch erledigte zusammen. Diese Metapher ist für den Großteil der User ohne großes Überlegen verständlich.
In Ordnern werden allerlei Dokumente abgelegt und die geöffneten Fenster lassen sich leicht als offene Bücher, oder herumliegende Briefe und Zettel auf einem Schreibtisch vorstellen. Die Metapher ist mittlerweile um zahlreiche Funktionen erweitert und hat an einigen Stellen nichts mehr mit dem eigentlichen Ausgangsobjekt zu tun.
Das ein Pad ist aber weniger Schreibtisch, als Objekt auf selbigen. Es hat weniger mit einem Ort zum Arbeiten zu tun, als mit einem Buch, Magazin oder einfach nur einem Blatt Papier. Es ist fast logisch, dass hier der altbewährte Desktop irgendwie fehl am Platz ist.
Ein Notizbuch ist ein Notizbuch, eine Zeitung eine Zeitung und ein Bild nur ein Bild. Alle diese Objekte habe eine Kernfunktion und man kann oft nur eines von ihnen zur selben Zeit benutzen. Von daher macht es in gewisser Weise Sinn dem Nutzer immer nur das jeweilige Objekt bzw. Ein dem Objekt entsprechendes Programm zu präsentieren, während alles andere in den Hintergrund tritt. Und so lange das Wechseln zwischen den Applikationen schnell genug geht kann man sich damit begnügen.
Dennoch fehlt etwas, das Pad bietet immer noch nicht die Funktion die man sich damit vorstellen kann. Ich kann ein Bild auf eine Zeitung legen. Also doch wieder Fenster?
Was sich bei der Bedienung von Touchscreen-Geräten zeigt, ist wie einfach damit einfache Gesten und ebenso einfache „große“ Buttons funktionieren. Doch in Fenstern sind oft unzählige Funktionen präsent und auf möglichst kleinem Raum akkumuliert. Das Prinzip funktioniert, wenn man ein wirklich eindeutiges Pointing-Device und ausreichend Screen-Estate hat, nicht aber wenn verschiedene Prinzipien der menschlichen Anatomie beachten muss. Es gibt Menschen mit großen breiten Fingern für die das Interface das iPhone das äußerste des Benutzbaren darstellt.
Den zusätzlichen Platz auf einem größeren Bildschirm für mehr Bedienelemente zu nutzen nur um etwas wie Fenster zu ermöglichen ist also der ganzen Sache abträglich.
Es gilt neue Metaphern zu finden, Metaphern die auch weiterhin benutzbar bleiben wenn Augmented Reality und Geräte die miteinander „reden“ Einzug gehalten haben.
Versuche wie das 10/GUI sind zwar ein Schritt in die Richtige Richtung, verfehlen aber noch weit das Ziel. Obwohl wichtige Elemente zukünftiger Systeme bemerkbar sind: das hierarchische Dateisystem tritt in den Hintergrund, die Geschehnisse auf dem Gerät werden als Strom oder Abfolge dargestellt und Bedienelemente sind nur vorhanden,wen sie gebraucht werden.
Hier ist innerhalb der nächsten Jahre noch einige Arbeit zu leisten.
In einem andern Bereich allerdings könnten die Tabletcomputer schon weiter sein, als sie es sind. Mit den Fingern als Eingabegerät lässt sich zwar vieles bewerkstelligen, doch es gibt für schnelle Eingaben und Notizen seit Jahrtausenden ein komfortableres Eingabegerät: den Stift. Gut, bisher waren Geräte die mit einem Stylus bedient werden konnten eher unbequem zu benutzen, was aber, wenn der Stift selbst nicht zu klein oder unbequem war, daran liegt, dass man Knöpfe und Schalter nicht per Stift bedient, denn das ist eine Bedienugsweise die nirgendwo in unserem Umfeld vorkommt. Es natürlich einen Knopf mit dem Finger zu drücken. Geräte wie Zeichentablets zeigen aber wie komfortabel sich diese Technologie benutzen lässt.
Apple arbeitet zwar daran, dennoch ist es schwer verständlich warum es dieses Feature nicht schon in die erste Version des Tablets schafft, obwohl es eines der nützlichsten wäre.
Alles in allem kann man auf die Weiterentwicklung nicht nur Apples iPads sondern aller Tablet-Devices gespannt sein. Klar ist, dass Apple derzeit wohl die Nase vorn hat, dennoch scheint die Zeit reif für einen Herausforderer.
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Eine kurze Geschichte von dem was war, was ist und was daraus werden kann.
Ja, wir werden damit bombardiert. Aus allen Löchern schießen uns die News um Apples neues iPad um die Ohren.
Ein Wahres Schlachtfeld da draußen. Auf der einen Seite wird das Pad gnadenlos zerrissen und auf der anderen Seite hoch gelobt. Wie um kein Apple-Produkt vorher wird die Diskussion so heiß geführt wie um das kleine Tablet.
Hier zeigt sich, wie eine brodelnde Gerüchteküche die Ansprüche in luftige Höhen treiben kann. Und der darauf folgende Fall auf den Boden der Tatsachen tut dann auch ziemlich weh. Es ist an der Zeit etwas hinter die spiegelnde Oberfläche des iPads zu schauen.

Apple setzt mehr oder weniger konsequent das fort, was sie angefangen haben: Die langsame Revolution der mobilen Geräte. Zwar kann man sagen, dass Apple schon seit dem Newton in diese Richtung geht, doch war der Newton einfach zu früh – Die Kerntechnologien die Geräte wirklich mobil und universell anwendbar machen waren zur Zeit des ersten PDAs einfach noch nicht vorhanden. Weder die Batterien, noch die Eingabetechnologie waren auch nur Ansatzweise so gut wie heute.
Heute, 16 Jahre später, sieht das schon ganz anders aus. Apple hat viel Arbeit und nicht zuletzt auch große Mengen an Geld in die Entwicklung von Multitouch-Technologie und guter Batterien gesteckt, die zusammen mit unempfindlichem Flash-Speicher der eigentliche Kern mobiler Technologie sind, die sich mit Hilfe von Wi-F, UMTS/HSDPA und Bluetooth aus ihrem noch begrenzten Einsatzspektrum befreien sollte.
Doch stellt sich die Frage ob man dem Pad von Anfang an unbegrenzte Freiheit zugestehen sollte und ob man sich damit nicht selbst die Füße wegzieht.
Wohl gerade aus diesem Grund konnte es sich Apple nicht erlauben dem Gerät, dessen Preis die Frontlinie eines aufflammenden Kampfes sein wird, von Geburt an alle Features mitzugeben, die möglich sind.
Obwohl Apple nicht direkt die Telefonfunktionen des iPhones einbaut erlauben sie VoIP-Kommunikation über die 3G-Netzwerke. Zudem können es sich die Provider nicht leisten, die Datentarife aufgrund der günstigen Einsteigerpreise des Geräts übermäßig teuer zu machen. Und da das iPad von Anfang an netzoffen ist werden wir wohl eine wahre Subventionierungsschlacht um das Gerät erleben.
Was Apple hier angestoßen hat könnte das Ende des bisherigen Geschäftsmodells für Mobilfunkprovider sein. Die Zukunft gehört dem kabellosem Internet.
Doch was ist mit der unmittelbaren Umgebung des iPads? Eben alles was wireless um das Gerät zu erreichen ist: andere Computer, Eingabe- und Ausgabegeräte.
Apple hat zumindest hier einen Fehler begangen. Man sollte mindestens erwarten können, dass ein Gerät, das man ständig durch die Wohnung schleppt sich per WiFi mit den Hauscomputern syncen kann. Wobei man sehen kann, das dieses Feature wohl nicht mehr lange auf sich warten lässt, denn das iPhone OS 3.2 bringt eine neue Filesharing-Schnittstelle mit. Es ist zwar nur ein kleiner Anfang auf einen speziellen Ordner zugreifen zu können, aber man sieht wohin es gehen soll. Ähnlich wie bei der fehlenden Kamera. Auch hier kann man schon erahnen, das die in einer späteren Generation nachgeliefert wird, wenn das SDK schon das aufnehmen von Bildern ermöglicht, wenn auch vorerst nur von externen Geräten wie zB dem iPhone.
Interessant ist auch der Support von externen Monitoren via SDK. Wenn man etwas optimistisch anfängt sich vorzustellen was damit möglich ist merkt man schnell, dass Apps die mehrere iPads nutzen in nicht all zu ferner Zukunft möglich sein werden. Und das ist wohl endlich mal ein Teil Science-Fiction den wir von 2010 eigentlich erwartet haben.
Was ist aber mit Remote-Control Funktionen? Sicher, es wird die beherrschen, die auch schon iPhone und iPod-Touch, aber was ist mit den Dingen die wirklich sinnvoll für das Pad wären? Zum Beispiel ein Infrarotsender – Nichts wäre bequemer als mit dem iPad auf der Couch zu sitzen und seine Stereoanlage oder den Fernseher zu bedienen.
Irgendwie ist Apple in dieser Richtung sehr inkonsequent. Auf der einen Seite ein wirklich breites Produktspektrum das vom Apple-TV über mobile Geräte bis hin zu iMacs reicht und auf der anderen Seite die Begrenztheit der einzelnen Geräte. Es wäre mehr als nötig, dass Apple erkennt wie all diese Geräte ein fast symbiotisches System erzeugen können und sie untereinander agieren lässt. Die Anwendungsbeispiele sind unbegrenzt.
Man sitzt an seinem Computer und beginnt einen Film zu schauen, doch der Stuhl ist zu unbequem und man möchte lieber ins Wohnzimmer. Kein Problem, man streamt dem Film weiter vom Computer auf das Pad und sobald man damit im Wohnzimmer angekommen ist, kann man den Film per Pad und AppleTV bequem auf den Fernseher schalten. Während einiger etwas zäher Szenen browst man nebenbei mit dem iPad auf eine News-Seite und bemerkt, dass etwas wichtiges passiert ist, pausiert den Film und schaltet den Fernseher auf einen News-Sender.
Oder etwas produktiver:
Mit dem iPhone oder iPod hört man einen neuen Song und plötzlich: Inspiration! Man greift sein iPad und setzt sich an sein Instrument um die ersten Ideen für ein neues Lied aufzunehmen und Noten zu notieren. Hat das Ganze eine grobe Form, setzt man sich an den iMac und gibt dem ganzen den letzten Schliff mit Logic oder Garage band, die auf die Daten die auf dem Pad liegen zugreifen.
Eigentlich dürfte das keine Zukunftsvision mehr sein. Streaming- und Filesharingtechnologie dafür sind vorhanden.
Nur wo bleibt Apple?
Die Hardware begrenzt quasi nicht mehr, schon garnicht, seit dem der Hauseigene Prozessor Apple A4, der mit einem ARM Cortex-A9 MPCore und einem PowerVR SGX Series 5 Kern für die Grafik wirklich State-of-the-Art ist und man mit 802.11n WiFi oder HSDPA auch eine zufriedenstellende Streaminggeschwindigkeit sicherstellen kann.
Einer der wenigen Gründe die Interaktion des iPads mit der Umwelt einzuschränken ist der Sicherheitsaspekt. Wie schon beim iPhone zu beobachten ist, schränkt Apple die Funktionen des Geräts von Anfang an ein um dann Version für Version mehr Freiheiten gewährt. So kann man immerhin sicherstellen, dass alles so funktioniert wie es sollte und keine oder nur kleine Sicherheitslücken auftreten. Immerhin wäre es bei einem Gerät, das mit seiner Umwelt kommuniziert wichtig nicht von überall her angreifbar zu sein.
Außerdem darf man auch die eigentliche Zeilgruppe des Geräts nicht vergessen. Eben jene, die etwas haben will, was keine Rechenmaschine ist aber auch mehr als ein Smartphone. Zugegeben, ein Markt der noch zu erschließen ist, aber große Potentiale birgt. Ich könnte mir für einige Menschen die ich kenne eher das iPad vorstellen, als einen Rechner dessen Leistung sie niemals wirklich auslasten und niemals alles nutzen was ihnen damit möglich ist.
Die Technikelite die das Pad wegen fehlender Multitaskingfähigkeit und anderer fehlender Features zerreißt, scheint zu vergessen das technikbegeisterte Early-Adopter, die sich das Gerät sofort holen nicht die eigentliche Zielgruppe dafür sind. Sicher, auch für uns Nerds wird das iPad immer interessanter, je mehr Features es bekommt. Aber bis dahin ist es ein nettes Spielzeug und ein wunderbares Gerät um sich von der Herrschaft des Schreibtischs zu befreien, aber dennoch ein großer Schritt in Richtung Zukunft.
Einer Zukunft die wir uns schon seit Star Trek gewünscht haben. 2010, du fängst gut an!
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