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Was ist das hier? Ich liege mitten in der Nacht in meinem Bett, im fahlen Licht des Flüssigkristallbildschirms und frage mich wie so oft was eigentlich mit mir los ist.
Normal sein kann das nicht. Ja, ich habe diesen Begriff schon lange aus meinem Wortschatz heraus genommen. Niemand ist normal, jeder hat seine Marotten auch wenn das die meisten nicht zugeben wollen. Dennoch werde ich „normal“ gleich so häufig benutzen wie vielleicht das ganze letzte Jahr nicht. Aber nicht um etwas als Mittelmaß oder Durchschnitt, als etwas geschmirgeltes und angepasstes, darzustellen, sondern als Orientierung an groben, unheimlich allgemeinen Beobachtungen. (Ein Baum hat eben Äste)
Was sind das für Menschen, die in heutiger Zeit meinen das etwas auf lange Zeit bestand hat? Leute die meinen mit nicht einmal Mitte zwanzig so viel Erfahrung und Wissen gepachtet zu haben um etwas längerfristiges zu entscheiden?
Damit meine ich unter anderem diejenigen meines Jahrgangs die in den letzten 4 Jahren heirateten und/oder jetzt sogar schon ein Kind haben. Verdammt, seid ihr es euch mit knapp über 20 schon so sicher? Ich weiß nicht, aber mir ist so als könnte ich schonmal den Countdown zur Scheidung vorbereiten.
Oder falle ich da aus der Norm? Genau wie dann aus der Norm zu fallen, wenn die (unvermeidliche) Scheidung kommen würde.
Vielleicht haben all jene sich aber auch nur schon damit abgefunden ihr kleines Leben so verdammt langweilig und unauffällig zu führen wir möglich. Work, eat, buy. Consume, then die.
Oder sie scheinen zu wissen was sie wollen. Ich meine, es gab eine Phase in meinem Leben, da dachte ich auch genau zu wissen was ich will, bis es anders kam als gedacht. Immer und immer wieder. Nicht das mich das Leben außerordentlich ficken würde, nein, eigentlich eher gefühlt weniger als so manch anderen, dafür schlängelt sich mein Leben in tausenden kleinen Mäandern durch die Berge der Realität. Mal mit heftigen Stromschnellen und wohl ebenso oft langsam und gemächlich ohne fühlbare Strömung. Ich glaube kaum, dass es da irgendjemand irgendwie anders geht. Niemand geht immer nur gerade aus und niemand geht immer nur zurück. Aber wo nehmen alle die Gewissheit her zu wissen was sie wollen? Es kann doch nicht sein, dass ich der einzige bin, der die Zukunft als diffuses leuchtendes Ding sieht, dass je näher man auf es zu kommt ferner erscheint.
Es ist als befinde ich mich überall in einem Schwebezustand. Ich weiß nicht ob ich im Weltraum bin und grenzenlose Freiheit vor mir habe oder ob es der Beginn eines wirklich Tiefen Falls ist. Vielleicht ist es auch nur das erste Mal, dass das Flugzeug während einer Serie von Parabelflügen nach Unten stürzt.
Mittlerweile ist es auch Morgen. In mir wächst der Wunsch mich mal wieder richtig abzufüllen, weit über den Durst zu trinken. Nur um endlich einmal wieder andere Gedanken fassen zu können, wahlweise auch an mir vorbeiziehen zu lassen.
Ich hab auch kaum Ahnung was ich hiermit sagen will. Nehmt es einfach als Statement gegen dieses gutbürgerliche, kleinliche was mich mehr und mehr ankotzt.
Eingetragen unter: ...für zwischendurch | Permalink
1 Kommentar to “Insomniac thoughts”
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Robine Sagt:
März 9th, 2010 at 11:36Ich mag deine schöne Seite, schade, ich spreche nicht gut Deutsch…
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