What I’ve learned – 2009

Dieses Jahr war irgendwie anders, als die Jahre davor. Ja, klar, das ist wohl jedes, doch irgendwie habe ich dieses Jahr einige Dinge über mich selbst und andere gelernt, die mir in den 22 Jahren davor verschlossen blieben. Teils sind das kleine Dinge, die eigentlich nicht weiter zählen, teils aber auch große Dinge die mir nun am Herzen liegen.
Einige dieser Sachen möchte ich nun mit euch teilen:

Twittern schadet meiner Blogging-Frequenz und dennoch macht es viel Spaß und ermöglicht mir Kontakte zu wahnsinnig vielen interessanten Menschen (An dieser Stelle: Danke an all jene).

Bei den meisten Menschen dreht sich in Gedanken alles nur um Geld. Oft weil sie unheimliche Angst haben. Die Leute die keine Angst haben, reden nicht übers Geld sondern über wirklich wichtige Dinge. Geld ist sowieso fast komplett egal, wenn man etwas erreichen will, denn der Wille bereitet den Weg, nicht die bunten Scheine.

Es gibt Menschen, mit denen habe ich nur zu tun, weil ich mit ihnen verwand bin. Wäre das nicht so, würde ich ihre menschenverachtenden Ansichten auf das tiefste verabscheuen. Leider kann ich das der/den betreffenden Person/en niemals ins Gesicht sagen, da das nicht nur die betreffenden verletzen würde sondern auch einige andere.

Viele meiner Freunde bedeuten mir mehr als ich dachte. Weswegen mir auftauchendes isolatorisches Verhalten in meinem alten Freundeskreis sehr schade erscheint. Viele scheinen alte, oft alberne Konflikte noch nicht niedergelegt zu haben, obwohl wir eigentlich längst darüber stehen müssten.

Allein ist man stark, wenn der Wille stark genug ist, aber zusammen kann man Dinge bewegen die vorher festzementiert zu sein schienen.

Es wird immer Menschen geben die dich niemals in ihren oder deinem Leben verstehen können, egal wie gut und durchdacht du dich und das was du tust erklären kannst.

Wir Kerle müssen den ersten Schritt machen.

Es gibt im Leben Zufälle, die schicksalhaft erscheinen. Deshalb wird jeder Raphael an einen Asmodeus geraten.

Es wird sich nie wirklich lohnen etwas zu tun, hinter dem man nicht voll und ganz steht. Alles mit Zwang steht unter einem Druck der es am Ende Scheitern lässt. Nur unter Freiheit kann Weiterentwicklung und somit schließlich ein Fortschritt entstehen.

Ich habe ein wunderbares Leben und alles was ich brauche. Ich bin glücklich, viele, viele Tage des Jahres. Alles was jetzt noch kommen mag ist ein wundervoller Bonus.

Der Jugend wird immer der Makel des Fehlers anhaften, egal wie rein die Gedanken sind, wie logisch die Tat oder wie ethisch das Verhalten. Allein der Jugend willen wird für das Alter immer Tadel übrig haben, blind den eigenen Weg zurückzuverfolgen und ebenso blind für das Neue.

Es kümmern sich mehr Leute um mich als mir lieb ist, doch von ihnen hören mir die meisten nicht fünf Minuten ungestört zu um zu wissen, was ich eigentlich will.

Ich habe keinen Plan für das Leben und das ist auch gut so. Ich habe einige Ziele, die einen groben Weg abstecken, sie hindern mich aber niemals dabei abseits des Weges das versteckte, schöne und geheimnisvolle zu entdecken.
Das werden viele Menschen denen ich begegne niemals verstehen.

Angst zu haben ist weder schlimm, noch schadet es. Die Angst ist zwar kein Freund, aber auch kein Hindernis. Man überwindet sie oder scheitert daran se zu überwinden. Dafür sind die Siege oder Niederlagen gegen diesen Kampfgefährten einige der wichtigsten Lebenslektionen die man lernen kann.

Es gibt kein wirkliches Erwachsen-sein, sondern entweder nur bemitleidenswerte Menschen die das Leben unwahrscheinlich hart gemacht hat oder Menschen die aufs kotzen-komm-raus versuchen „erwachsen“ zu sein. Warum das auch nur eine Sekunde erstrebenswert sein soll verschließt sich mir bisher, und irgendwie bemitleide ich diese Menschen auch, denn ihnen ist das „Feuer“ verloren gegangen.

Technologie ist das einzige was uns von den anderen Lebewesen dieses Planeten unterscheidet. Schlussendlich wird es wohl auch die Technologie sein, die es uns ermöglicht selbständig zu definieren wer wir sind und was wir sein wollen. Vielleicht das zu werden was wir immer sein wollten: Etwas Besonderes, Außergewöhnliches, das über der biologischen Evolution steht.

Freunde sind in bestimmten Situationen wichtiger als Familie.
…wird evtl. fortgesetzt. Bis dahin: Ein frohes neues Jahr euch da draußen. Haltet die Faust oben!