Unglaubliche Einblicke

Gestern bin ich bei der Recherche über Informationen zum Piratebay-Trail auf Scusi’s Blog gestoßen. Ein sehr interessanter Blog im übrigen, dessen aktueller Artikel es in sich hat. Er ist ungefiltert und enthält eine anonymen eMail eines Insiders.

Der Inhalt ist erschreckend. Nicht wegen der Schreibweise, aber wegen der Tatsachen über die berichtet wird und Implikationen die sich daraus ergeben. In dem Artikel geht es um Kinderpornographie, Missbrauch, soziale Entwicklungen und den Versuch der Politik über Dinge Herr zu werden die weit über den Kompetenzen liegen die zur Verfügung stehen.

Der Abschnitt über die Zensur des ganzen ist für einen Informatiker ein alter Hut, wird aber jedem, der auch nur ansatzweise geglaubt hat Frau von der Leyen könnte mit Zensur etwas bewegen, die Augen öffnet.
Im Gegenteil, eine Zensur des Internets bringt eine Infrastruktur mit sich auch andere Dinge zu zensieren. Und vorhandene Infrastruktur wird genutzt werden. Aber das ist ein Thema für sich.
Außerdem wird beschrieben wie das alles auch auf finanzieller Ebene funktioniert. Viel Hintergrundwissen, dass niemand von uns jemals durch irgend welche Medien, sei es Zeitung, Fernsehen oder Internet bekommen hat und der Sache ein umfassenderes, wenn auch grausiges Bild gibt.

Es ist fraglich ob das verlinken Pädophilen oder Kinderschändern ein Forum gibt, allerdings ist das totschweigen solch einer Informationsfülle etwas was Zensur gleichkommen würde. Zensur von Informationen die die Öffentlichkeit eigentlich braucht um wirksam und mit den richtigen Mitteln gegen solche Dinge vorzugehen. Es nützt nichts mehr Erfolge zu feiern, die keine sind. Bei der dort veranschaulichten Dimension müssen wirksame Mittel her.
Ich verlinke euch den Artikel um zu dokumentieren was in der Realität abläuft, um Aufzurütteln welchen Mist wir über dieses Thema zu hören bekommen und um das gesellschaftliche Bewusstsein dahingehend zu erweitern, was genau dort passiert. Dort wo man nicht drüber redet. Etwas was notwendig ist – unabhängig von jeder Wertung.
Irgendwie habe ich auch mit der Weitergabe der Information das Gefühl, auf einem sehr schmalen Grad zu wandern…

Kurz um, hier ist der Link. Lest es ganz durch. Das ist das einzige was ich euch noch raten kann.

Anmerkung:
Vorerst werden die Kommentare offen gelassen, weil ich eine freie Diskussion ebenso schätzt wie frei zugängliche Information. Sollte die Diskussion allerdings aus der Bahn laufen, behalte ich es mir vor sie abzuschließen.
Drohungen, rassistische Äußerungen und ähnliches könnt ihr gleich lassen, denn die werde ich ohne einen Kommentar dazu abzugeben löschen und dafür sorgen, dass weitere Kommentare der betroffenen Personen nicht mehr den Weg auf diesen Blog finden.
Weiterhin distanziere ich mich von allen Kommentaren die hier abgegeben werden.

10 Gedanken zu „Unglaubliche Einblicke“

  1. Es ist kaum Vorstellbar wie groß diese Industrie ist, und wie sinnlos alle Handlungen gegen ebendiese…
    Ebenso grübel ich gerade über die moralische Seite der ganzen Geschichte…
    der Text ist verdammt harter Stoff… der noch 10x mehr Zeit zum drüber nachdenken als zum durchlesen benögtigt… *geschockt*

  2. wenn ich ehrlich sein soll, bin ich gar nicht so geschockt..man kommt heutzutage so leicht auf Seiten, wo man Kinder sieht, die sexuellen Handlungen nachgehen…so schnell kann man gar nicht gucken; selbst wenn man nichts böses vorhat! und das damit soviel Geld gemacht wird, dürfte ja wohl auch klar sein..Das ganze irgendwo einzudämmen ist sicherlich schwieriger als alles andere! ich denke das wird leider immer so bleiben…das ist wie mit den Drogen..traurig,aber wahr!

  3. @Seb:
    Ich bin seit so vielen Jahren im Internet und den Vorläufern (Mailboxe, Fido, BTX, Compuserver, …) unterwegs, aber ich bin noch nie leicht auf eine solche Seite gekommen und auch nicht unbeabsichtigt.

    Vielleicht ist das was Du sagst etwas, was man dieser Tage aller Orten hört. Unter anderem als Punkt FÜR eine „Zensur“ des Internets. Die Realität ist es aber nach meinem Empfinden nicht. Und das ist nicht nur dadurch geprägt, dass ich ~6 Stunden am Tag beruflich durch das Netz husche…

  4. Es ist auch eine Schande für einen Rechtssaat Netzsperren ohne gesetzliche Grundlage Basis möglichst schnell durchzusetzen zu wollen.
    (Quelle: http://netzpolitik.org/2009/vertrag-zu-netzsperren-neuauflage/ )

    Wieder einmal wird wohl beim Versuch „Sicherheit“ und „Ordnung“ zu schaffen, das Gesetz rigoros übergangen werden. Zumindest kann man das annehmen.

    @Seb: Die Problematik mit Drogen zu vergleich hinkt meiner Meinung nach, weil die völlig andere Wirkungen haben. Sucht zB. – Du kannst eher auf etwas das dich anmacht verzichten als auf deine regelmäßigen Dosen.

    @Stefan: Seb hat schon recht, es ist leichter fragwürdige Inhalte zu sehen, wobei ich aber auch deine Beobachtung bestätigen muss: Auf Seiten wo wirklich sexuelle Handlungen dargestellt werden, stößt man normalerweise eigentlich nicht.
    Und das man „überall darauf stößt“ ist wirklich eines der Argumente mit denen immer wieder argumentiert wird, von dem sich aber keiner die Mühe macht das wirklich zu prüfen.

    @Chains: Ja, die Moralischen Implikationen des Textes sind durchaus ein Denkanstoß.

  5. Mutig, dass Sie darauf verlinken.

    Oder… hey, halt mal! Wieso muss man jemanden loben, auf eine anonyme Mail zu verlinken? Wie weit sind wir denn schon?!

    ich rate jedem, diesen Blogeintrag zu lesen. Und sich dann einmal ein Bild zu machen, wie es in unserer Politik läuft. Nur ein Problem bleibt noch anzumerken: Alle Bürger (die Kriminellen sind sowieso aussen vor), die sich diesen Text in seiner Gänze reinziehen und sich dann noch Gedanken dazu machen sind sowieso diejenigen, denen Zensur und Polizeistaat zutiefst zuwieder ist, die gegen Armeen und Militär sind und für eine aufgeklärte Mitwelt einstehen.

    Eben gerade nicht die, die den hilflosen Ministern applaudieren.

    In der Schweiz war es lange Zeit so, dass sich die Regierungen „hintendurch“ um solche Probleme kümmerten, nach dem Motto, sehen wir nicht, gibts nicht. Nun denn, mittels Referendum und Initiativen werden solche Schützt-unsere-Kinder-Gruppen doch noch ans Ruder gelassen. Und steuern eines der letzten rel. freien Länder in den Abgrund. Wo bleibt die Vernunft, wo bleibt sie? Ich will die Aufklärung 2.0! Und zwar sofort!

  6. oh oh..6h im netz und noch nie auf so eine seite gestoßen??

    nicht das ihr denkt ich wäre jetzt so ein lustmolch, der Tag und Nacht Pornoseiten sucht…ganz im gegenteil! Ich bin auch nur ein ganz normaler Mensch bzw. Mann und gehe so meinen Beschäftigungen nach..was nichts unmenschliches ist! selbst wenn man auf einer normalen Pornoseite ist..welche man durchaus leicht über sonstige Suchmaschinen finden kann; wird man so schnell weitergeleitet zu anderen Seiten,wo natürlich auch kinderpornografie angeboten wird (natürlich nur entgeldlich)..2, 3 klicks und man wäre mit dabei..und das sind nicht nur ein oder zwei seiten auf die man da stößt..
    @ Drake: ich finde schon das man das mit Drogen vergleichen kann…jedenfalls in dem punkt, das so etwas nie mehr abzuwenden ist und auch in punkto Geld was sich damit verdienen lässt. Natürlich hast du aber auch recht das es eine ganze andere Art von Sucht ist und das dabei die meisten Kinder einen Leidensweg gehen müssen, der Sie das ganze Leben lang beschäftigt oder sogar tief Ihre Psysche verändert oder sogar zerstört..

  7. […]Leser, es gibt Wahrheiten, die sich hinter Wahrheiten verbergen. Hinter dem Offensichtlichen steckt mitunter Verborgenes, das schockt, provoziert und auch versunsichert. Früher war[…]

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