Wenn die Party zwei mal klingelt

Wenn der Puls der Zeit am schnellsten fließt, dann werden Tage zu Wochen und Wochen zu Monaten. Es scheint so viel, so schnell zu passieren, dass der Begriff „Zeit“ endlich kein sich ewig ziehender, windender Kaugummi zu sein scheint, sondern das was er eigentlich ist: Die Summe von Momenten. Momenten in denen Freude, Spannung, Euphorie und Angst, Zweifel und Seltsamkeiten so eng zusammenliegen das alles in einem waberndem Licht verschwimmt. Kommt man dann zur Ruhe beginnt man wohl unweigerlich damit die wie ein Kaleidoskop schillernden Erinnerungsstücke, der Woche vor Weihnachten, zu verbinden:

Alles begann am Mittwoch Abend.  Da gab es endlich mal etwas anderes als den normalen Fertigkram, den man als Student tagtäglich in sich hineinschiebt. WG-Kochen war angesagt und wurde wie immer in fantastischer Teamarbeit durchgeführt. Das bedeutet: Einer kocht, der andere passt auf, dass der Koch es nicht versaut und der dritte leistet moralische und philosophische Unterstützung. Denn Kochen ist nicht nur eine Sache des Leibes, sondern auch eine Sache des Geistes. Der Kreislauf des Werdens und des Vergehens zusammegepfercht auf zwei Pfannen und eine Lauflaufform. Nicht wirklich, aber immerhin ist gemeinsam Essen so alt wie die Menschheit und wenn einer darüber philosophieren kann muss er wenigstens nicht mithelfen.
Herraus kam eine leckere Lasagne, die nicht nur lecker aussah sondern es tatsächlich auch war.
Der 300-Jahre-Mann, einer meiner Lieblingsfilme, zögerte die Arbeit die ich noch hatte weit hinaus. So war ich dann erst gegen zwei Uhr fertig mit dem ganzen Unikram war. Eigentlich ziemlich beschissen wenn man kurz vor drei ins Bett fällt und drei Stunden später wieder raus muss. Aber was tut man nicht alles um sein Projekt zu präsentieren?
Normalerweise fühlt man sich nach so kurzem Schlaf dann ziemlich müde. Da ich aber irgendwie sowieso nicht normal bin, war ich total munter. So Munter, dass nur ein Earl Grey half mich voll einsatzbereit und irgendwie glücklich zu machen. Dieser Zustand hielt bis nach der Übung an, die überhaupt nur eine halbe Stunde dauerte weil eh nur 5 Mann da waren.

Zu Hause angekommen hatte ich noch einige Stunden Zeit bis zur nächsten Vorlesung. Zeit für ein Nickerchen… das eigentlich nicht so lange dauern sollte um gleich den ganzen Tag zu verschlafen.
Pünktlich um vier oder fünf hatte ich natürlich den Unitag verschlafen, aber der Partytag begann ja gerade erst anzufangen.

Geschichte in der Geschichte #1: Vogtlandfete

Ich bin nicht sehr Patriotisch noch sehr Heimatgebunden (Ich wollte schon immer weg aus dem kleinen Kaff von Dorf aus dem ich komme), aber einmal im Jahr, da darf ich eins von beidem sein. Das ist entweder zur Fußball-*M (* Insert E oder W here) oder zur Vogtlandfete.
Eine Party bei der nach Herzenslust und Laune gevogtländert (Nicht gesächselt! Denn das klingt scheiße und kommt sowieso aus einer anderen Sprachfamilie :-P)  werden darf. Das beste Bier der Welt fließt in Strömen zur größten Familienfeier Deutschlands. Denn wir Vogtländer sind alle irgendwie Brüder, egal wo es uns hin verschlägt, zwei Mal im Jahr treffen sich alle in Dresden wieder oder natürlich im Wildenauer Freibad.

Ordentlich vorgeglüht (Cocktailrezept siehe unten) ging es dieses Mal pünktlich mit Jens, Seb und Tim zur traditionellen Schauspiel, das dieses Mal sogar mit dem Vader’s Darth aufwarten konnte. Und e Baamle hamse ah noch gemaust.
Danach die halbe Heimat begrüßt und ein paar Wernes den Wernesbach begrüßt. Bilder von der phänomenalen Fete gibts hier. (Wer mich findet kriegt nen Keks)

Woman Warrior
9cl Wodka
3cl Orangenlikör
3cl Limettensaft

Die Zutaten in einem Shaker gut mixen und in ein mit Crushed Ice gefülltes Glas geben.
Kategori: herber Cocktail
Cocktail – Alkoholgehalt: 32 % – Menge: 15 cl

Grüße an die vielen tollen feiernden Menschen: Dani, Matjes, Robert, Johannes, Elisabeth, Brändel und die Crew der Freie-Liebe-WG Dresden, und alle die sonst noch mitgefeiert haben.
Und eins sag ich euch, mit dem Einkaufswagen über die Kreuzung, sollte jeder mal machen.

Das ganze Gelaber um den Freitag erspar ich euch, dann da gabs Vormittags eh nur Uni und nen halben Kater. Die Nacht durch aber dann:

Geschichte in der Geschichte #2: Christians Einzugsfete.

Wenn man direkt im Zentrum Dresdens eine Wohnung findet die ein Panorama hat, dass eigentlich schon den ganzen Mietpreis wert wäre, dann ist das natürlich richtig toll. Wenn 5 Stockwerke darunter noch ein McDoof ist, den man zwar nicht mag, der bis 5 Uhr morgens auf hat dann ist das natürlich noch besser. Und wenn in diese Super-Wohnung auch noch drei Freunden in die Hände fällt, dann ist das ein Grund zu feiern!

musican

War echt ne super Party. Musik gabs live und die beste Auswahl von 2008. Lightshow vor dem Fenster – Schon toll, wenn die Kirche vor dem Fenster angeleutet wird – und überall tolle Menschen. Wer war eigentlich das Mädchen im blauen Shirt, die so sehr auf Electro abging? Die war cute.
Christian, Falk und Frank, danke für die klasse Nacht.

Fünf Uhr in der Frühe gings nach Hause – mit Hindernissen. Ich habe noch nie in meinem Leben auf die Fresse bekommen. Doch diese Nacht hätte das fast geändert. Ich hätte auch nie gedacht wie gewaltbereit manche Menschen sind oder wie hilfsbereit.
Nachdem Tim angerempelt wurde und sich nur umgedreht hatte um „Hey“ zu sagen, waren die fünf Typen, die dort mehr schlecht als recht durch die Gegend torkelten ziemlich schnell darauf versessen uns ein Rendevouz mit dem Asphalt zu verschaffen. Als nach einigen Schlgen und Tritten ihrerseits uns einige Leute zu Hilfe kommen wollten, nahmen die Aggressoren (Ich wollte das Wort schon immer mal im Internet verwenden ;-) ) recht schnell ihre Beine in der Hand und wir einige Kratzer und blaue Flecken mehr.

Alles in Allem „one hell of a night“…

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