Der blaue Knochen aus der Zukunft

Im Frühjahr des Jahres 2001 war die Welt noch in Ordnung. Die Welt stolperte ins neue Jahrtausend und ich in die Welt der mobilen Kommunikation.

Zum 14 Geburtstag sollte es ein Handy sein. Ist ja klar, weil eh schon eine Menge Leute die man kannte eins hatten und man überhaupt als kleiner Geek sowieso nicht die Finger von Geräten lassen kann die leuchten, Töne von sich geben und durch die Gegend vibrieren.
Ich kannte Handys ja sowieso schon von meinen Eltern, die schon eins hatten, als man Antennen noch zum ausklappen waren und die Teile eher an Backsteine erinnerten als an ein Telefon. Richtig geile Technik eben mit der man wie magisch andere Leute erreichen kann.
Die Auswahl war, nun ja zugegebener Maßen relativ schwer. Ich wollte ja nicht irgend ein Handy, ich wollte DAS Handy. Da vielen schon mal ne Menge an Modellen durch meine Anforderungen hindurch. Man ist ja auch nicht so ein Mitläufer der 3310-Leute. Denn dieses Teil sah man damals™ an jeder Ecke und es hing mir zum Hals raus.
Als begeisterter Musikliebhaber fiel meine Wahl schlussendlich auf das Nokia 5510.
Ein Monstrum von Handy (aus heutiger Sicht), aber es war cool, sau cool. Denn es hatte Tasten. Ja, Tasten. Wohin das Auge auch blickte: Tasten. Das gute Stück hatte die komplette QWERTZ-Tastatur. Ha! Dem T9 ein  Schnippchen geschlagen, denn ich konnte geschwind, wie auf meiner Tastatur zu Hause die Dutzenden von SMS raustippen. Dafür hab ich zwar überall nur komische Blicke geerntet und Fragen: „Kann man damit auch telefonieren?“, aber das war mir so was von egal, ich war in der digitalen Zukunft angelangt. Und mein kleiner blauer Knochen konnte noch mehr. Jeden Tag nutzte ich auf dem Weg zur Schule die wohl beste Funktion des Geräts: den MP3-Player. Haha, in your Face! In einer Zeit in der das fast keiner hatte und der erste iPod noch nicht einmal vorgestellt war, war das eine geniale Sache. Ich konnte Musik hören, ohne einen Stapel CDs und den CD-Player mit mir herum zu schleppen. Ok, 64MB waren/sind nicht viel, aber hey: Vorsprung durch Technik. Immerhin hat es auch der Akku mitgemacht was auch schon ein Wunder der Technik ist.
Im Nachhinein erinnert es mich sogar etwas an eine PSP, weil es auch oben Knöpfe hatte mit denen ich die Spiele bedienen konnte, was komfortabler war als die Tastatur zu benutzen.
Überhaupt; Man konnte es mit dem Computer verbinden, es sah aus wie eine Tastatur, wie kann man so etwas nicht mögen? Ich denke dieses Handy hat auch maßgeblich dazu geführt, welche Ansprüche ich heute an so ein Gerät stelle. Ich brauche einen Multimedialen Hub für draußen und drinnen, mit dem ich alles machen kann was mir gerade so einfällt. Ich erinnere mich gern an dieses Stück Technik zurück. Weil es einfach mal anders war.
Deswegen war das darauf folgende Handy auch ein echter Griff ins Klo. V525 – nie wieder. Nie wieder Klapphandy, nie wieder Motorola und nie wieder ohne MP3 Player. Das einzige was tolle daran war die Kamera, in VGA-Qualität *räusper*.

Der Weg zum Licht:
Mittlerweile habe ich nun seit 3 Jahren das gute alte K800i. Ein tolles Gerät mit dem ich eigentlich alles machen kann was ich will. Es hat ne tolle Kamera, die mit etwas Geschick sogar richtig gute Fotos produziert. Ich kann auf die 2GB Speicherkarte die ich drin stecken hab einige Alben Musik laden. Ich kann damit telefonieren, SMS-schreiben und jede Menge sinnlosen Mist verzapfen. Wie zB meine Lieblingsblogs von Unterwegs aus, mit dem RSS-Reader lesen. Aber die 3 Jahre die es auf dem Buckel hat machen sich langsam bemerkbar: der Joystick reagiert manchmal nicht mehr, Javaprogramme wollen seit 4 Monaten auch nicht mehr und der SMS-Speicher meckert auch jedes mal rum, dass er voll ist.

Weil das gute Gerät nun langsam seinen verdienten Ruhestand verdient hat, werde ich demnächst den Vertrag kündigen, damit in 3 Monaten sein Nachfolger 2 Jahre in meiner Hosentasche verbringen wird. Alternativ wäre es natürlich toll, wenn ich das C905 von Sony Ericsson im Weihnachtsgewinnspiel von Stylespion.de gewinnen würde, denn dann bräuchte ich meinen eigentlich guten Vertrag nicht zu kündigen und hätte trotzdem eine echt geile mobile Kommunikationsplattform in der Tasche. Und eine Digicam bräuchte ich mir auch nicht zu kaufen; 8.1 Megapixel sind schließlich nicht von schlechten Eltern.

Dieser Eintag entstand für das Stylespion.de Gewinnspiel #10 Weihnachten 2008. Drückt mir die Daumen, es gibt wie gesagt das C905, aber auch 2 Wireless-Lautsprecher zu gewinnen.

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